Auf 'ne Buddel ...
00:00:02: Keatsmenschen, der Podcast zur Serie der Hamburger Morgenpost.
00:00:05: Unterstützt werden wir von kultkeatstouren.de.
00:00:08: Kultkeatstouren will mit uns auch die Geschichten der Menschen erzählen, die St.
00:00:11: Pauli ausmachen, aber in der Öffentlichkeit zu kurz kommen.
00:00:14: Viele der Geits sind übrigens auch Keatsmenschen und waren schon selbst bei uns im Podcast zur Gast.
00:00:18: Wer genau findet ihr auf kultkeatstouren.de.
00:00:23: Moin zusammen.
00:00:24: Willkommen bei Keats.
00:00:25: Menschen in Zwei Tausend Sechsen Zwanzig.
00:00:28: Das neue Jahr startet bei uns auch mit Veränderungen.
00:00:31: Das erste Mal sitzen Marius und ich hier nicht alleine mit unseren Protagonisten, sondern wir haben den Kultkobra Fabian Zart mit am Start als Co-Host.
00:00:43: Total bescheides Wort.
00:00:44: Aber als Unterstützung sozusagen.
00:00:46: Ich freue mich sehr, Fabi, dass du da bist.
00:00:49: Ja,
00:00:49: also ich freue mich auch.
00:00:50: Das ist auch eine Veränderung für mich.
00:00:53: ist ja das Jahr des Pferdes im chinesischen Kalender.
00:00:57: Das heißt, es geht nur noch voran.
00:00:59: Und ich freue mich dabei zu sein und alles hier voranzutreiben.
00:01:04: Ja, wir bringen das Ganze voran und erstmal müssen natürlich unseren Protagonisten vorstellen.
00:01:09: Wir freuen uns auch sehr, dass du da bist, Jan.
00:01:12: Jan ist ehemaliger Zuhälter, Bordellbetreiber, Wirtschafter, Fußballspieler und heute Fitnessstudioleiter.
00:01:20: Kult-Kietz-Tour-Guide und Türsteher.
00:01:23: Ja, lange Vorstellung.
00:01:25: Ja, das reicht wahrscheinlich gar
00:01:28: nicht.
00:01:29: Wie
00:01:29: alt bist
00:01:29: du eigentlich?
00:01:30: Also mit dem Lebenslauf hundertzwanzig,
00:01:32: oder?
00:01:32: Ja, gefühlt ja hundertzwanzig.
00:01:34: Wenn ich morgens aufstehe, habe ich die hundertzwanzig erreicht.
00:01:37: Ja, Kilo bei zwei Metern, das ist ja pure Muskeln.
00:01:40: Wenn ihr die jetzt sehen könnt, könnt ihr ja ein Garde-Maß sein.
00:01:44: Bildschübscher Junge.
00:01:45: Ja,
00:01:45: ey.
00:01:45: Das ist ja nicht gleich ganz rot hier.
00:01:47: Dieses Mal ... könnt ihr uns natürlich auch sehen, weil es wird Video aufgezeichnet hier groß.
00:01:53: Alles wie früher.
00:01:54: Also das ist Jan, nicht verwechselt bitte.
00:01:56: Das ist Jan.
00:01:57: Ich finde, das sieht man sogar im Sitznis zu.
00:02:03: Entschuldigung,
00:02:05: geht schon wieder los.
00:02:06: Du bist ja eigentlich viel kleiner als ich dachte.
00:02:08: Ich muss erst mal meinen Schuh angucken, ob ich irgendwie Haken habe.
00:02:11: Nee, hab ich ja gar nicht.
00:02:12: Und dann ist mir aufgefallen, der Fabi ist ja gar nicht so groß, aber wir haben ja schon festgestellt, Größe.
00:02:18: Definiert sich nicht über die Länge.
00:02:19: Nein.
00:02:20: Danke, dass du das jetzt
00:02:21: sagst.
00:02:21: Ja, das ist auch absolut.
00:02:22: Deswegen auch sofort gegangen.
00:02:23: Ja, bei dir ist das natürlich...
00:02:25: Ich könnte über
00:02:26: Jan sprechen.
00:02:26: Wir sprechen über Jan.
00:02:27: Danke.
00:02:27: Auch
00:02:28: über Länge, oder?
00:02:32: Oh, bitte, geht ja gut los.
00:02:34: Oh Mann.
00:02:34: Ihr beide seid auf jeden Fall klar im Vorteil, weil ihr seid sozusagen Familienmitglieder.
00:02:39: Ihr seid beide Teil der Olivia Jones Familie.
00:02:44: Und seit wann kennt ihr euch?
00:02:46: Seit wann seid ihr Familienmitglieder?
00:02:49: Also kennengelernt haben wir uns, da hab ich noch gewirtschaftet an der zwei.
00:02:53: Ja, aber frag mich bitte nicht, welches Jahr das war.
00:02:55: Ja, das war vor Corona.
00:02:57: Gewirtschaftet
00:02:58: an der zwei.
00:02:59: Oder in der zwei.
00:03:00: Das ist ein Straßenladen hier auf St.
00:03:05: Pauli.
00:03:06: Also, ja, ist ein Puff.
00:03:08: Sag doch einfach, wie soll denn der Hörer das vorstellen?
00:03:11: Ja,
00:03:11: mein Fehler.
00:03:13: Ich hatte versucht, mich gewählt auszudrücken, aber das lassen wir jetzt.
00:03:16: Der ist ein Puff.
00:03:18: Und da habe ich als Wirtschaftler gearbeitet.
00:03:19: Und daher kennt ihr euch noch.
00:03:21: Ihr kennt euch noch aus Zeiten, in denen ihr gar nicht familiert.
00:03:24: Joly Fabio hat mit seinen Schuhen immer lang.
00:03:26: Und ich glaube, ich war einer der wenigen Wirtschaftler, die immer nett gegrüßt haben.
00:03:29: Ja, wir haben uns net gegrüßt.
00:03:31: Gespräche links, rechts.
00:03:32: Eins, zwei, drei.
00:03:33: Und bei Jan und mir war das so, das ist nicht bei vielen Menschen so, aber bei einigen ist es so, da brauche ich es in vieler Worte.
00:03:40: Ja.
00:03:40: Du siehst dich, zwei Worte und du weißt, das passt.
00:03:44: Und so ist das.
00:03:45: Und seit wann bist du jetzt bei uns in der Olivia Jungs-Familie?
00:03:48: Das ist mein zweites Jahr ist.
00:03:51: Siehst du.
00:03:51: Sein zweites Jahr und mein sechzehntes.
00:03:54: Du kommst auch nicht mehr weg, ne?
00:03:57: Wenn Mutti dich erst mal hat.
00:03:59: Die Mutti zwischen ihren Brusten.
00:04:00: Die Mutti und die will dich, da lässt sie dich nicht.
00:04:04: Da kannst du machen, was du willst, da lässt dich mal einen halben Meter laufen, zack, ist die Kette wieder strammt und dann stehst du wieder da.
00:04:10: Wie Max im Schatten zwischen den Möpsen.
00:04:12: Vor allem weil ich so klein bin, stehe ich ja direkt zwischen den Möpsen.
00:04:14: Weil Jan ist ja ein Augenbühner bei mir, die ist ja immer direkt Möpse.
00:04:17: Ich muss auf die Knie.
00:04:18: Aber Jan bleibt auch mit am Start.
00:04:22: Trotz Größe.
00:04:23: Ja.
00:04:24: Motiv mag große Jungs.
00:04:26: Ja, ist das Problem.
00:04:29: Und hat Fabi dich in die Familie geholt?
00:04:31: oder wie bist
00:04:32: du?
00:04:32: Fabi und Dennis.
00:04:34: Fabien und Dennis, die haben gesagt hier, du machst jetzt hier mal mit.
00:04:36: Ja,
00:04:37: wir haben mit Fabien mal gequatscht, dann habe ich Dennis, ist immer mit seiner Tour bei mir an der Tür lang gelaufen bei der Wodka-Boom, da habe ich eine Tür gemacht.
00:04:44: Und irgendwie kamen wir ins Gespräch und dann war das erst mal so ein Zwischenstopp von Dennis, da gab es immer ein paar Kurze.
00:04:50: Und dann hat er mich irgendwann mal gefragt, ja hättest du nicht selber Bock auf Touren.
00:04:54: So von der Story her wird das ja passen.
00:04:56: Und da habe ich erst gesagt, wow, hat mich ja hier mit dreißig Leuten rumzusapeln, da habe ich ja überhaupt keinen Bock drauf.
00:05:02: Und dann habe ich als Tourbegleiter angefangen und bin halt mal bei den Touren mitgelaufen und dachte, naja, die können, das kann ich auch, dummes Zeug quatschen kann ich, habe ich mein Leben lang mein Geld mit verdient.
00:05:16: Und dann ist das so gekommen, dann war irgendwie die, ich weiß gar nicht, wer gefragt habe, ob ich gefragt habe, ob die gefragt haben, ist auch egal.
00:05:25: Und ob ich nicht eingetouren machen möchte.
00:05:26: und dann habe ich mir ein paar Gedanken gemacht.
00:05:29: Und dann habe ich jetzt seit mehr als letzten Jahres, also vorhin zwanzig, meine eigenen Touren.
00:05:34: Und da wieder zu sagen erfolgreich, ne?
00:05:37: Also wirklich erfolgreich.
00:05:39: Denn, und das zeichnet die Kultkitschern aus, jeder Tourgarten erzählt seine eigene Geschichte.
00:05:44: Da ist nichts auswendig gelernt, da ist nichts brup brup brup, sondern das ist das Leben.
00:05:48: Und das Leben, was Jan auf den Kitschern gemacht hat.
00:05:52: hat nichts mit den Leben von den anderen Tugers, weder von mir, von Dennis, von Vanity.
00:05:56: Egal wer läuft, jeder hat seine eigene Geschichte.
00:05:59: Und Jans Geschichte ist halt die rotlichtlastige Geschichte.
00:06:01: Und das macht es doch so interessant.
00:06:03: Klar, das wollen die Leute, ne?
00:06:05: Das sind ja auch die Geschichten bei uns, die am allerbesten geliesen werden.
00:06:09: Am allermeisten ist Rotlicht, ist klar.
00:06:11: Hat dich auch gar nicht somit gerechnet, bin ich ehrlich?
00:06:14: Überfordert dich das?
00:06:16: Überfordert dich?
00:06:16: Ich möchte sagen angenehm überrascht.
00:06:21: Was mich noch mal überrascht, ist doch ein relativ hoher Frauenanteil.
00:06:23: Das hätte ich gar nicht gedacht.
00:06:25: Ich dachte, das wird eher so eine Salami-Party bei den Touren.
00:06:29: Und die stellen meistens die Frauen auch mit die interessantesten Fragen.
00:06:33: Ja, was wollen die dann so wissen von dir?
00:06:34: Bist du Single?
00:06:38: Wie ist deine Telefonnummer?
00:06:40: Hast
00:06:41: du nach der Tour noch zweieinhalb?
00:06:42: Ja, können wir noch eine Privatur machen.
00:06:45: Ah, das sind verschiedene Fragen.
00:06:47: Also das geht von, einmal natürlich, wussten die Frauen alle voneinander?
00:06:51: Ja, wussten sie.
00:06:55: Wie komme ich damit klar, dass man mit einer Frau zusammen ist, aber die dann halt mit anderen Kerlen ins Bett hüpft?
00:07:03: Weil das halt für den normal, für den normalen, für den soliden, halt total, total befremdlich ist, was ja auch okay ist.
00:07:09: Beantwortet
00:07:10: die Frage doch mal.
00:07:12: Ob ich damit ein Problem hatte, damals?
00:07:14: Nein, hatte ich nicht.
00:07:15: Überhaupt nicht.
00:07:16: Also bei der ersten, mit der ich damals zusammengekommen bin, vorgefallen, ich weiß nicht, was das ist, sechs, zwei, sieben, glaube ich.
00:07:23: Da war das schon komisch, weil die mir auch nicht von Anfang an erzählt hat, was sie macht.
00:07:28: Die hat mir erzählt, die ist in der Gastronomie.
00:07:30: Ist ja ähnlich.
00:07:32: Und dann habe ich das über einen Kumpel erfahren, was sie macht.
00:07:36: Nach zwei Wochen war ich mit ihr zusammen, hat er mich gesagt, kam auf mich zu und sagt, du, Dinger läuft bei dir, nicht?
00:07:43: Ja, hier mit deiner alten, nicht?
00:07:45: Und da hat er in meinem Gesicht gemerkt, und er war auch sehr lange im Rotlicht tätig, hat er im Gesicht gemerkt, an meinem Gesicht, der hat
00:07:51: überhaupt keine Ahnung.
00:07:53: Ja, so war es dann auch.
00:07:54: Und dann hat er kurz gesagt, ja, die Ackert.
00:07:58: Und ich, ah, ja, und ich hatte schon viel mit den Jungs aus dem Milieu zu tun, weil ich einen Fitnessstudio geleitet habe damals, wo das Milieu stark vertreten war.
00:08:07: Also ich hatte schon so die Bekanntschaften und die haben ja auch immer erzählt, wie das läuft, bin aber selber gar nicht drauf gekommen in dem Moment.
00:08:15: Und so bist du dann da reingehen.
00:08:16: Ja, ja.
00:08:17: Wieso höchst du dich im Leben eines Mannes?
00:08:19: Schuld war ne Frau.
00:08:21: Das ist ne
00:08:21: Schreibung.
00:08:21: Ja, das
00:08:23: ist sehr einfach.
00:08:25: Ja, deswegen sind wir Männer außer glücklich, weil sie so einfach sind.
00:08:27: Und auch das unterschreib ich.
00:08:31: Ja, ja, sehr einfach.
00:08:31: Ja, und bei der warst du doch schon komisch zu Anfang.
00:08:34: Aber das war jetzt auch nicht die große Liebe, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:08:37: Deswegen war es mir eigentlich egal.
00:08:38: Da habe ich auch ein Schmerzensgeld.
00:08:41: Meine Güte, oi, oi, oi,
00:08:46: oi.
00:08:47: Okay, ich würde
00:08:48: jetzt gerne in diesem Moment bei Parteipartei für diese Frau ergreifen, bitte.
00:08:54: Ja, darfst du gerne.
00:08:59: Und wo ist die Partei?
00:09:00: Ja,
00:09:01: kommt nix, kommt nix.
00:09:04: Und nachher ist das so, wenn du mit anderen Frauen zusammengekommen bist.
00:09:07: Ich habe dann irgendwie ein halbes Jahr später noch eine zweite kennengelernt, weil die Expansion muss laufen.
00:09:14: Dann ist das normal.
00:09:15: Ich glaube aber auch, jeder Mensch ist ja immer so in seiner eigenen Bubble.
00:09:19: Egal, in welchem Bereich.
00:09:21: Und ich bin der Meinung, ein Mensch ist immer ein Produkt von seinem Umfeld.
00:09:25: Und wenn es für dein Umfeld normal ist, dass es so ist, dann findest du, es ist normal.
00:09:32: Es war für mich normal.
00:09:36: Da ist was dran.
00:09:39: Dass der Mensch ein Produkt eines Umfeldes ist.
00:09:42: Ja.
00:09:42: Ich hatte
00:09:44: da mal einen interessanten Text zu gelesen, zu diesem Thema.
00:09:47: Umgebe dich mit vier Arbeitslosen, du bist bald der fünfte.
00:09:49: Umgebe dich mit vier Millionären, du bist bald der fünfte.
00:09:53: Wenn es so
00:09:55: einfach wäre, ich kenne keine vier Millionäre.
00:09:57: Das ist mein Problem.
00:09:59: Ich kenne nur Fabi.
00:10:01: Na ja, dann ist ja wenigstens nicht Arbeitslosigkeit.
00:10:03: Du bist
00:10:03: ja auch Millionär, bist ja auch Millionär.
00:10:05: Kannst doch mal sicher sein.
00:10:06: Auch schon nicht so schlecht, deswegen läuft er jetzt auch
00:10:09: Tour.
00:10:09: Ja, genau.
00:10:10: Weil er dich
00:10:10: kennt.
00:10:11: So ist das halt.
00:10:12: Dann soll
00:10:12: einmal zurückgehen von den Damen.
00:10:15: Also, Kietztour, du hast vorhin gesagt, als wir noch bei Kietztour waren, dass du eigentlich dachtest, so mit dreißig Touris über den Kietzschländern, nee,
00:10:23: überhaupt nicht
00:10:24: dein
00:10:25: Ding.
00:10:25: Ich muss ja auch ehrlich gestehen, wenn es voll wird, wenn ihr am Start seid, dann meide ich den Kietz, weil dann habe ich überhaupt kein Bock mehr hier drauf und bin weg.
00:10:33: Wie hat sich das verändert?
00:10:36: Wie kommst du damit klar mit dieser Masse Mensch
00:10:39: und den vielen jungen
00:10:40: Menschen?
00:10:41: Ich glaube, mein Vorteil war, dass ich als Tourbegleiter angefangen habe.
00:10:44: Das war dann so ein schwammiger Übergang.
00:10:47: Ich war aber auch schon als Tourbegleiter ein bisschen dummes Zeug gequatscht mit den Teilnehmern.
00:10:55: Das, was man vom Tourbegleiter erwartet, dass er eben nicht nur stumpf hinterherläuft, sondern sich auch mit den Gästen beschäftigt, Fragen beantwortet, sie zusammenhält bei Laune hält und so von dem Punkt von A nach B zu bringen.
00:11:09: Und da gibt es sehr gute Tourbegleiter und es gibt gute Tourbegleiter.
00:11:13: Jan war ein sehr guter und sehr gute Ben auf einmal.
00:11:17: Wenn sie auch eine eigene, tolle Geschichte haben und so ist es bei Jan, zeigt, ist er selber vorgereicht.
00:11:22: Allerdings ist es für alle Tourbegleiter jetzt, die auf Jan aufpassen sollen, weil da wird es irgendwie komisch.
00:11:30: Noch größeren,
00:11:31: finde man
00:11:32: nicht, oder?
00:11:32: Nicht bei uns.
00:11:32: Also
00:11:33: mir würde jetzt auch niemand einfallen,
00:11:35: den ich kenne.
00:11:38: Vielleicht
00:11:39: Olivia
00:11:39: als Tourbegleiter bei Jan.
00:11:42: Super!
00:11:44: Das könnten wir einfach mal vorschlagen.
00:11:46: Olivia macht Tourbegleiter bei Jans Kultjitz.
00:11:49: Das werden wir mal erzählen.
00:11:50: Das kannst du dann aber vorschlagen.
00:11:51: Nein, das
00:11:51: hat die Gewalt rein.
00:11:52: Du sind schon fest im Sattel, ich will mein Job behalten.
00:11:56: Ich bin raus,
00:11:57: ich habe damit nichts zu
00:11:58: tun.
00:11:58: Machen wir eine Umfrage bei den Mopolisern.
00:12:04: Aber du bist dann da gelaufen, kamst du damit gut klar?
00:12:08: Ja,
00:12:09: merkte auch ein gutes Feedback von den, die die Tour mitgelaufen sind.
00:12:13: Und dann kam das halt irgendwann ins Gespräch und habe ich gesagt, mach ich, wenn es scheiße ist, kann ich es ja wieder lassen.
00:12:18: Ich bin dann immer so ein Typ, der probiert das gerne aus.
00:12:21: Und wenn es nicht funktioniert, dann kann ich zumindest sagen, ich habe es ausprobiert.
00:12:24: Es mir lieber als, wenn ich irgendwann vor der Himmelsforte stehe und sage, ach, hätte ich man doch.
00:12:29: Und was für Geschichten gibst du da so preis?
00:12:32: Oder es geht los mit meinem Einstieg, den ich gerade eben so ein bisschen schon erzählt hatte, wie ich ins Miliel gekommen bin.
00:12:37: Ich habe so ein paar Spots, wo ich anhalte, wo ich früher dann auch als Wirtschaftler gearbeitet habe.
00:12:42: Zum Beispiel Hans Albersplatz, und da kann man halt gut erklären und auch bildlich dann darstellen, was macht da nicht ein Wirtschaftler.
00:12:50: Erzähl natürlich auch die einen oder andere Anekdote, was da halt so vorgekommen ist.
00:12:54: Erzähl
00:12:54: doch mal eine Anekdote.
00:12:56: Ich erinnere mich nämlich an Schnecke, das war, glaube ich,
00:13:05: tatsächlich vor, oh, Maus, wie lange ist das her?
00:13:08: Vierundhalb Jahre oder so?
00:13:09: Oder seit
00:13:09: wann machen wir das?
00:13:10: Ja, dann ist es sechs Jahre hier.
00:13:11: Das heißt, du bist so viertzig?
00:13:13: Ja, das heißt, du bist nicht viertzig.
00:13:15: Wie ihr schon festgestellt haben, sind alle, die hier sind, viertzig, nur
00:13:20: du mich.
00:13:20: Ja, ich bin immer außerhalb der Norm.
00:13:22: Das macht mich so besonders.
00:13:24: Ich bin zweiundfünfzig, baby.
00:13:25: Ja,
00:13:26: ich habe ein Faustmesser hier ins Brustbein reingekriegt.
00:13:30: Auf dem ganz Albersplatz.
00:13:34: Ja, die Namen habe ich mir nicht geben lassen.
00:13:37: Aber da war Theater auf Mars Albersplatz und dann sind wir rein da.
00:13:43: Als Türsteher?
00:13:44: Nein, als Wirtschaftler.
00:13:45: Und was war da genau
00:13:46: los?
00:13:47: Da gab es Theater mit einer Frau auf der Straße und dann können die ja Alarmschlagen sozusagen und dann kommst du halt darunter gerannt und springst da rein.
00:13:56: Ist da meistens so eine Ad-Eskalationsgespräch.
00:13:59: Das kann dann auch intensiviert werden.
00:14:01: In dem Moment war es so.
00:14:03: Und das war halt dann eine ordentliche Schlägerei auf dem Albersplatz.
00:14:07: Und was ich gar nicht mitgekriegt habe, weil man ja selber auch unter Adrenalin steht, da hat so ein kleines Faustmesser gehabt und hat mich damit erwischt.
00:14:13: Das habe ich dann aber auch erst im Laden mitgekriegt, weil wir saßen und dann war das Ding geklärt.
00:14:19: Und dann sitze ich da oben.
00:14:21: Das war irgendwie früher Sommer gewesen, da hatte ich ein dunkelblaues T-Shirt an.
00:14:25: Und dann sagt einer von den Jungs, da machen.
00:14:28: Däger schwitzt du so oder was?
00:14:30: Und dann sage ich halt hier, dass das immer mehr wurde.
00:14:33: Und dann fasse ich daran, dann ist die ganze Hand rot.
00:14:36: Und so war das halt aufs Brustbein auch nicht so tief, aber da hat das so eingedreht und dadurch wird das halt so eine so ein rundes Loch gewesen, natürlich geblubert wie Schweine.
00:14:46: Aber ging gut nicht zwei Tage?
00:14:49: Nein, wurde genäht.
00:14:51: Wurde genäht dann.
00:14:53: Fehlend konnte ich selber ziehen.
00:14:55: Und dann war das Ding durch.
00:14:58: Und was hatte die Frau?
00:14:59: Was hat der Typ gemacht?
00:15:01: Ich, das weiß ich ehrlich, sag gar nicht mehr.
00:15:02: Aber wenn das so erst kreiert, muss er sich schon irgendwie angepackt haben oder so.
00:15:06: Wahrscheinlich hatte ich einen auf dem Arsch geklappt oder was auch immer und dann...
00:15:09: Der darf sich doch nicht alles verdient.
00:15:10: Nein.
00:15:11: Hast
00:15:11: du öfter mal zu
00:15:14: langen müssen?
00:15:15: Ja, doch.
00:15:15: Das ist natürlich immer so ein bisschen vom Wochentag abhängig.
00:15:18: Meistens ist so Primetime am Wochenende, weil du einfach auf viel mehr Menschen hast.
00:15:22: Mehr Masse heißt meistens auch mehr Idioten.
00:15:27: Und da kann das schon zwei, drei Mal die Nacht vorgekommen sein, ja.
00:15:32: Und die Mädels haben dann so einen
00:15:36: Alarmknopf?
00:15:36: Oder wie muss ich mir das vorstellen?
00:15:37: Nee, da gibt es halt so ein bisschen wie stille Post.
00:15:40: Und dann rufen die halt ein bestimmtes Wort.
00:15:44: Und dann ist das wie stille Post.
00:15:45: Das geht dann von Laden zu Laden.
00:15:47: Die stehen ja draußen auf der Straße.
00:15:49: Und dann rennt jeweils eine Frau zu ihrem zugehörigen Laden, klingelt an der Tür, da ist dann eine Kamera, da wird dann ... Hallo gesagt und dann weiß man halt oben, alles klar.
00:16:00: Jetzt könnte es zum Deeskalationsgespräch kommen.
00:16:03: Es knallt ja auch nicht jedes Mal.
00:16:04: Das Deeskalationsziemen
00:16:06: bitte.
00:16:07: Gang drei.
00:16:08: Gang drei.
00:16:10: Es ist ja nicht jedes Mal gleich in Gewalt ausgeartet.
00:16:14: Das ist auch ganz häufig, dass es da vielleicht einfach nur eine stressige Diskussion gab.
00:16:19: Und dann ist es meistens so, wenn du da mit zwei, drei Männern oder mehr aufschlägst, dass der andere dann sagt, Dicke, ich lass das jetzt mal.
00:16:27: mich hier daneben zu benehmen.
00:16:29: Wenn denn der gesunde menschliche Verstärker den anderen noch funktioniert, dann hat das ja auch Sinn.
00:16:34: Der immer mehr ins Absatz... Ist ja dir
00:16:36: auf dem Kitz jetzt nicht unbedingt...
00:16:37: Nee, das ist halt auch immer von der Uhrzeit abhängig.
00:16:39: Ist auch immer von der Uhrzeit abhängig.
00:16:41: So meistens ab halb zwei.
00:16:42: Weißt du, wusstest du schon, wenn es nach halb zwei klingelt, dann klingelt es meistens zweimal.
00:16:47: Einmal an der Tür und einmal draußen.
00:16:50: Aber damit ist halt zu rechnen.
00:16:52: Aber
00:16:55: bei Kitztouren kommt
00:16:58: sowas nicht vor, ne?
00:16:59: Selten, bis gar nicht.
00:17:00: Nein, eigentlich.
00:17:01: Also jetzt bei meinen Touren ist das so, dass es dann auch wirklich, also ich weiß nicht, in diesen zwölf Jahren, die ich jetzt die Kids tun mache, kann es an einer Hand erzählen, dass da was passiert ist.
00:17:13: Das sind dann auch Betrunkene, die dann einfach stören, einfach ihr witzig sein wollen.
00:17:18: Du sagst, geh weiter, fühlst dich angepisst und so weiter.
00:17:23: Der Kids ist ja eigentlich auch sicher, da machen wir uns ja nichts vor.
00:17:26: ... immer nur ein bestimmtes Klientel ... ... und ... ... das muss man mal ganz deutlich sagen ... ... über nur noch neunzehn Prozent ... ... aller Besucher aus Saanpaude kommen ... ... in friedliche
00:17:35: Absicht.
00:17:36: Und der ganze andere Schrott ... ... und anders kann man das ... ... das ist wirklich marginal ... ... die, die ... ... ja ... ... du kannst krisse es nicht ganz raus, ... ... aber es ist schon deutlich besser geworden.
00:17:47: Also bei meinen Touren ... ... ist eigentlich alles safe.
00:17:51: Da gibt es mal eine Diskussion, ... ... dumm auf Spruch oder so, ... ... aber wenn mir jemand versucht, ... ... um Spruch zu drücken, ... ... dann ... Ja, interessiert mich das nicht, um B lege ich ihn dann verbal auf den Arsch.
00:18:02: Sobald der anfängt sich mit mir verbal anzulegen, mit dem Kobara sich verbal anzulegen, ist, glaube ich, das Dünnstum, was man machen
00:18:09: kann.
00:18:10: Ungefähr so, als wenn man sich mit Jan
00:18:11: prügeln will, weißt
00:18:13: du.
00:18:13: Ich bin die Verbale, er ist die non-Verbale.
00:18:16: Ja, deswegen verstehen wir uns so gut.
00:18:18: Okay, ich lege
00:18:20: mich mit euch
00:18:21: beiden nicht an.
00:18:22: Bei dir ist das doch, bei dir würdest du das Knie geliegt werden.
00:18:24: Ach, Herr
00:18:25: Himmel.
00:18:25: Jetzt
00:18:25: hab ich ein bisschen
00:18:29: Angst.
00:18:29: Vorspieler auf St.
00:18:30: Pauli, ne?
00:18:30: Ja, ja, herrlich.
00:18:31: Ich hab mir ja schon angedroht hier irgendwie Sandwich oder so.
00:18:34: Egal.
00:18:35: Bitte?
00:18:36: Auch hier können wir bei den Mopolis an eine Umfrage machen.
00:18:40: Ja.
00:18:40: Wie viele Umfragen
00:18:40: wir heute machen müssen.
00:18:42: Mit oder ohne
00:18:42: Video, wer hier?
00:18:43: Das war
00:18:45: der Video, das klingel ich hier grad mal aus so, dass das auch läuft.
00:18:50: Ich würd gerne einmal ganz am Anfang bei dir gehen, mit deinen Kids
00:18:55: an.
00:18:56: Erinnerst
00:18:56: du dich an deinen allerersten Kiezbesuch?
00:19:00: Ja, da war ich knappe, ich glaube, siebzehn oder irgendwie sieht es schon so, siebzehn und achtzehn.
00:19:06: Ganz junger Bängel.
00:19:08: Und ganz unerfahren und naiv.
00:19:11: Und da bin ich hier über die Reeperbahn geschlendert.
00:19:14: Mein zweiter Besuch war ich sogar, das war das erste Mal, dass ich und das einzige Mal in meinem Leben, dass ich dann tatsächlich mal ein Puffgeld ausgeben wollte.
00:19:24: wo ich dann klicklich versagt habe, weil ich unten die Frau am Fenster an der Herbertstrasse super fand und da unten auch noch alles funktioniert hat.
00:19:33: Und ich gehe aufs Zimmer und muss das Geld auf den Tisch legen und dann war alles vorbei.
00:19:37: Ach so, ich dachte, ich hatte jetzt gerade eine andere Frau
00:19:40: gekriegt.
00:19:40: Nein, nein, nein, nein.
00:19:41: Und dann warst du die super an dem Zimmer saßen.
00:19:43: Rückwirkend kann man vielleicht sagen, naja, ich bin halt nicht der Typ, der im Puff Geld ausgieblich hat, damit lieber Geld verdient.
00:19:49: Das war so mein zweiter Kiezbesuch, da war das für mich klar, das ist gut, das ist nichts für mich.
00:19:55: Zumindest nicht als Kunde.
00:19:56: Über das andere habe ich nie nachgedacht zu dem Zeitpunkt.
00:19:59: Da war ich einfach nur in junger Bängel, der über den Kiez gelaufen ist, ein bisschen gefeiert hat.
00:20:02: Ja,
00:20:03: wie so viele junge Bängel, ne?
00:20:05: In dem Alter.
00:20:07: Und deine Eltern wussten
00:20:08: die das?
00:20:10: Nein, meine Mutter weiß es mittlerweile.
00:20:12: Ich glaube, der habe ich das, äh, zwei Tausend Siebzen offenbart.
00:20:19: Mein Vater war da schon sehr krank, der hat das nicht mehr mitgekriegt.
00:20:22: Da konnte das nicht mehr verarbeiten.
00:20:24: Und da habe ich das dann meiner Mutter erzählt.
00:20:28: Weil es ja für mich natürlich auch immer sehr anstrengend war, man führt ja eine Art Doppelleben.
00:20:35: Und so geht es auch ganz vielen Frauen, die diesen Job auch machen.
00:20:39: Die erzählen ja auch nicht immer unbedingt zu Hause, was sie machen, also auch nicht jede Frau.
00:20:44: Die eine oder andere wird bestimmt ein Doppelleben führen.
00:20:47: Da wissen die Eltern vielleicht nicht, was sie in Wirklichkeit machen.
00:20:51: Und das war schon immer sehr anstrengend.
00:20:53: Was hast du erzählt, was
00:20:55: du machst?
00:20:55: Naja, ich war ja immer da, ich muss dazu, ich war ja, also die Jungs haben zu mir, ich habe mich immer so ein bisschen als Hobbylude tituliert, weil ich immer noch einen normalen Job hatte.
00:21:02: Ich war ja immer in der Fitnessbranche noch tätig zum Teil.
00:21:05: Und das konnte ich damit natürlich ganz gut verkaufen.
00:21:07: Dann war es nicht ganz gelogen, was ich gemacht habe.
00:21:10: Aber das Hauptinkam war halt ein anderes.
00:21:12: Du
00:21:13: hattest mir im Vorgespräch erzählt, dass du sehr gut bürgerlich und konservativ
00:21:18: bist
00:21:18: geworden bist.
00:21:19: Ja.
00:21:19: War Fitnessbranche überhaupt was, was deine Eltern gut akzeptieren
00:21:22: konnten?
00:21:23: Ja Mutti, ja, mein Vater gar nicht.
00:21:26: Ich hatte eine Ausbildung zum Physiotherapeutin gemacht und hab danach gesagt, das ist nix für mich.
00:21:33: Tod und Fleisch und her schieben, hatte ich keinen Bock drauf gehabt.
00:21:41: Ja, ich habe ein Bekannter von mir, der hat das auch mit euch damals zum angefangen.
00:21:48: Der ist immer noch in dem Job.
00:21:50: Es ist auch super, dass es diese Menschen gibt.
00:21:52: Für mich war es halt nix.
00:21:55: Und dann habe ich zu meinem Vater gesagt, ja, ich werde Fitness-Trainer.
00:21:57: Und ich muss dazu sagen, mein Vater, der war im Bankwesen.
00:22:01: Auch relativ in Frankfurt saß da teilweise mit den Politikern in so einem Gremium.
00:22:06: Also konservativer geht's eigentlich gar nicht.
00:22:09: Und als ich den aber erzählte, ich geh nicht Fitnessbronn, das war ein bisschen höher als Fitness-Trainer.
00:22:12: Also das ist auch kein Beruf.
00:22:16: Das kann doch... Das kann ich doch auch machen.
00:22:20: Gibt's da für eine Lehre?
00:22:21: Nein, das ist auch kein Beruf.
00:22:24: Das war schon schwierig für ihn.
00:22:27: Als ich dann nachher Studioleiter wurde, war das schon wieder was anderes, weil dann war das ja eine Führungsperson.
00:22:32: Da
00:22:32: warst du
00:22:33: Chef.
00:22:33: Da war ich Chef, genau.
00:22:34: Man muss sagen, Faddi war, oder war, was war mein Vater so, sehr über ihren Job immer definiert.
00:22:42: Ja.
00:22:43: Die Generation.
00:22:46: Und so war es bei ihm auch.
00:22:48: Und dann war das schon wieder okay.
00:22:50: Dann ging das.
00:22:52: Der wusste auch nicht, was ihm blühen würde,
00:22:54: wenn er die
00:22:54: war.
00:22:56: Nein.
00:22:56: Nein.
00:22:57: Da wär er mit Fitnessstudio.
00:22:58: Hätte er gesagt, hey, am Himmel, danke.
00:23:01: Mein Sohn ist Fitness, das ist völlig okay.
00:23:05: Und im Milieu gelandet darüber, dass die ganzen Menschen aus Milieu in Danzig sind.
00:23:11: Ja, also viele, viele waren da, ja, genau.
00:23:13: Die waren ja, die meisten waren ja auch damals in meinem Alter, Mitte zwanzig, Ende zwanzig.
00:23:17: Und ich fand diesen ganzen Lifestyle immer ganz geil von denen, wenn ich ehrlich bin.
00:23:20: Ja, ja.
00:23:21: Die kam dann mittags um vierzehn Uhr ins Studio mit einem guten Morgen.
00:23:24: Ich dachte, oh, bei mir ist jetzt das Minimum Mittagszeit.
00:23:28: Hatten immer einen fetten Wecker ums Handgelenk, sind mit einem anständigen Schlitten vorgefahren.
00:23:32: Die Mädels, die sie dabei hatten, sahen jetzt auch nicht kacke aus, waren auch nicht immer die gleichen.
00:23:39: Das finde ich heute natürlich moralisch bedenklich.
00:23:41: Ich auch.
00:23:42: Aber
00:23:42: damals fahre ich das schon geil und dann bin ich da so wirklich so so reingerutscht quasi.
00:23:48: War
00:23:48: doch erstaunlich, oder wenn man aus einem konservativen
00:23:50: Elternhaus auch
00:23:51: kommt und wahrscheinlich auch Werte mitkriegt, dass ein, dass dann... ... so anfix sage ich
00:24:00: mal, dass
00:24:01: einem das so viel gibt, weil das wirklich
00:24:06: ja, das sind
00:24:07: alles ... ... Äußerlichkeiten auch, das ist ja ... ... ja wirklich
00:24:09: sehr oberflächlich.
00:24:10: Total oberflächlich.
00:24:11: Also
00:24:11: irgendwie, ob ich jetzt ein Rolex trage oder nicht.
00:24:13: Ist mir mittlerweile Bummsigalen, ja.
00:24:14: Ist irgendwie völlig wurscht.
00:24:15: Ja, ja, bin ich ganz bei dir.
00:24:16: Also diese ganze ... Vielleicht aber auch gerade deswegen, weil es so ein Gegenteil von denen war, weil ich es einfach nicht kannte.
00:24:23: Vielleicht fand ich es deswegen auch so interessant.
00:24:26: Und ich war immer schon ein bisschen schwarze Schaf in der Familie.
00:24:28: Vielleicht hat es auch damit was zu tun gehabt, dass ich immer ein bisschen anders getickt habe als die anderen.
00:24:33: Ausbrechen.
00:24:36: Ausbrechen.
00:24:37: Vielleicht war es meine innere Rebellion.
00:24:39: Ich weiß es nicht.
00:24:41: Gegen die Eltern.
00:24:41: Und dann hast du deine Freundin, die ja eigentlich nicht so gut war, wie wir schon gehört haben.
00:24:48: Keine Frau fürs Leben.
00:24:49: Die hast du
00:24:50: dort kennengelernt.
00:24:51: Ja,
00:24:51: damals.
00:24:52: Ja, ja.
00:24:52: Wir haben für die Schule kennengelernt.
00:24:54: Okay,
00:24:55: die ist dann für dich.
00:24:58: Ja.
00:24:59: Ja, genau.
00:25:00: Wie viele Mädels hattest
00:25:02: du da?
00:25:03: Ich war relativ faul.
00:25:04: Ich hatte nur ein Stück drei.
00:25:07: Was ist denn relativ
00:25:08: faul?
00:25:08: Da gibt es ja auch mehr.
00:25:11: Da gibt es auch oben keine Grenze.
00:25:13: Ja, aber muss man dafür so viel tun?
00:25:14: Ich weiß nicht, wie läuft denn das ab?
00:25:16: Spricht man die an?
00:25:17: Kommen die zu einem?
00:25:18: Keine Ahnung.
00:25:19: Ein bisschen von beiden.
00:25:20: Also ein Grunde lernste Frauen kennen, so wie jeder Mann Frauen kennenlernt.
00:25:24: Oder wie du Männer kennengelernt hast oder dein Mann kennengelernt hast.
00:25:29: Und ich bin dann immer relativ schnell mit der Katze aus dem Sack gekommen und hab erzählt, was ich mache.
00:25:34: Da muss man natürlich ganz klar sagen, von zehn Frauen ergreifen acht die Flucht.
00:25:39: Zwei finden es dann vielleicht ganz interessant.
00:25:42: Und wenn es gut erläuft, stellst du vielleicht eine hin.
00:25:45: Also
00:25:46: das würde man im Vertrieb, glaube ich, klassische Kalterquise nennen.
00:25:50: Ja, wahrscheinlich.
00:25:52: Hier, Klingen putzen.
00:25:57: Und wo haben die dann
00:25:57: für dich angeschafft?
00:25:59: Ich hatte eine Frau und ich hatte eine Herbertstraße, Hans-Albertplatz, Davidstraße, Silbersack.
00:26:10: Und danach hatte ich ja noch zwei eigene Lehne in Lübeck.
00:26:13: Zwei
00:26:15: Bordelle.
00:26:15: Genau, da war ich dann klassischer Vermieter.
00:26:18: In Lübeck waren?
00:26:19: Ja, in Lübeck.
00:26:22: Und da war dann auch meistens immer eine.
00:26:24: Und
00:26:27: wie sieht das Leben eines Zuhälters aus?
00:26:31: Also, man hat ja eine gewisse Vorstellung davon.
00:26:34: Dieses ist ja völlig, ist auch so, natürlich sehr geschebehaftet und ich muss auch sagen, mit einem, also für mich als Frau echt ungut ein Gefühl,
00:26:44: absolut.
00:26:45: Und aber was wirklich dahinter steht oder so, das weiß man ja in
00:26:50: der Region nicht mehr, das was man hört.
00:26:52: Naja, es ist ja so, du bist ja, es ist natürlich auch davon abhängig, wie ist die Beziehung zu der Frau?
00:26:58: Warst du mit all den dann zusammen?
00:27:00: Ja.
00:27:01: Das waren alles deine Freundinnen
00:27:02: und die wussten von den
00:27:04: anderen?
00:27:06: Ja, da gibt es auch verschiedene Varianten, aber mir war es so.
00:27:13: Das ist natürlich jetzt nicht so eine klassische Beziehung, wie man sie in der soliden Welt kennt, aber in Unterstrichwander und am Strichwanz.
00:27:20: alle meine Frauen und die wussten noch alle voneinander.
00:27:23: Das ist auch die einfachste Variante.
00:27:25: Also wenn du jetzt da probierst... Das zu verheimlichen und erzählst jeder Einzelnen, dass sie die große Liebe ist.
00:27:32: Dann ist das so, dass wenn du im soliden Leben eine Affäre hast und beiden Frauen erzählst, du bist meine große Liebe, das kommt ja immer irgendwann raus und dann fliegt dir die Scheiße halt komplett um die Ohren, dann noch völlig zurecht.
00:27:47: Der Nachteil ist dann natürlich noch im Milieu, dann sind nicht nur die Weiber weg, dann hast du natürlich auch... finanzielle Sorgen, weil das Geld nicht mehr reinkommt.
00:27:58: Ja, da muss ich wieder mehr im Fitnessstudio arbeiten, genau.
00:28:02: Und da musst du die halt, die Mädels ja auch mal bei Laune ein bisschen halten.
00:28:06: Na ja, du kannst... Ja, du kennst wahrscheinlich auch noch die Werbewochen, vielleicht, wenn du mal mit einem Mann zusammen warst, so die typischen ersten sechs Wochen.
00:28:17: Und das muss man halt immer so ein bisschen auf Dauer durchziehen.
00:28:19: Ich glaube,
00:28:20: ich bin da so ein anderer Typ Mensch.
00:28:22: Irgendwie
00:28:23: gab es
00:28:24: das bei mir nicht.
00:28:25: Schmuck
00:28:26: oder irgendwas.
00:28:27: Man unternimmt was zusammen.
00:28:33: Es geht nur um die Aufmerksamkeit.
00:28:34: Kleine Geschenke, Aufmerksamkeit, Zeit miteinander verbringen.
00:28:37: Kleine
00:28:39: Zettelchen,
00:28:40: ja, so was erinnert mich.
00:28:42: Ganz schwach.
00:28:43: Dann haben die meistens ein Tag frei in der Woche.
00:28:47: Und das ist dann schon logistisch gar nicht so einfach, weil das musst du dann ja immer unter einen Hut kriegen.
00:28:51: Du musst dich dann also mindestens einmal die Woche treffen.
00:28:54: Im besten Falle.
00:28:57: Das geht ja meistens nur Montag-Dienster-Mitwoch, weil Donnerstag geht das gute Geschäft wieder los.
00:29:01: Und dann bist du halt da beschäftigt.
00:29:03: Aber
00:29:04: zusammengelebt hast du mit keiner von
00:29:05: uns.
00:29:06: Oh Gott!
00:29:06: Ach so, doch.
00:29:08: Oh, was?
00:29:08: Ich dachte, ich wollte es mich gerade mit ein, drei zusammen.
00:29:10: Nein, nein,
00:29:10: nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein,
00:29:15: nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein,
00:29:17: nein, nein, nein, Ja, man pendelt immer ein bisschen.
00:29:19: Also ich hatte meistens eine kleine Butze für mich.
00:29:22: Da war ich aber relativ selten, weil da hätte ich dann in der Wäsche waschen und kochen selber müssen.
00:29:27: Ja, das
00:29:31: wäre auch wirklich der Untergang der Welt gewesen.
00:29:34: Ja, für ihn ja, weil
00:29:35: er kann nicht waschen.
00:29:37: Ich weiß bis heute nicht, wie die waschen.
00:29:39: Ja, das stimmt.
00:29:39: Oder Fabi, was hast du?
00:29:41: Das habe ich meine Frau auch immer gesagt.
00:29:42: So schwer ist das gar nicht.
00:29:48: Ja, ich habe sehr früh gelernt, meine Wäsche selbst zu waschen.
00:29:53: Hat auch nicht funktioniert.
00:29:54: Ja, auch nicht funktioniert.
00:29:56: Jetzt mittlerweile geht's.
00:29:58: Alles rein, dreißig Grad lasst laufen.
00:30:01: Du, auf dreißig geht's, kannst du alles waschen?
00:30:04: Auf
00:30:04: dreißig wird alles gewaschen.
00:30:05: Dreißig wird alles gewaschen.
00:30:07: Bund, immer Bund.
00:30:09: Mixwäsche.
00:30:10: Genau.
00:30:10: Das stimmt.
00:30:11: Immer Mix einmachen.
00:30:17: Erzähl mal so ein bisschen, wie du dich selber, also wie du dich selber siehst jetzt mit Abstand.
00:30:24: Was war ein Jan damals für einen Mensch?
00:30:35: Da muss ich wirklich mal nachdenken.
00:30:38: Also ich glaube, ich war schon immer, egal ob es jetzt auch meinen Frauen gegenüber war oder meinen Freunden oder damals halt auch den Jungs, was der Freunde waren oder Freunde sind immer noch, immer sehr sehr loyal, muss ich sagen.
00:30:51: Natürlich habe ich mich jetzt ein bisschen verändert in den letzten Jahren, weil du ja auch mal wieder ein anderes Weltbild kennenlernst.
00:30:57: Da bin ich wieder bei dem Thema, man ist immer ein Produkt von seinem Umfeld.
00:31:02: Also heute habe ich auf den Lifestyle keinen Bock mehr, den ich damals hatte.
00:31:06: Ich verurteile das nicht, um Gottes Willen.
00:31:08: Das muss jeder selber für sich wissen.
00:31:11: Ich genieße heute meine Ruhe.
00:31:13: Ich habe heute auch keine Lust mehr, mich um drei Weiber kümmern zu müssen.
00:31:22: Ja, das Nervenkostüm sitzt ja auch nicht mehr so gefestigt.
00:31:27: Ich habe mich natürlich in dem Sinne schon verändert, wenn ich jetzt Vergleiche ziehen sollte.
00:31:32: Natürlich hat sich das Frauenbild ein bisschen verändert.
00:31:34: Man sieht das jetzt nicht nur noch aus Kapitalistischer Sicht.
00:31:39: Da kriegst du halt schon so ein Bild von, dass man die Frauen so ein bisschen abscannt.
00:31:45: Wenn du eine Frau kennenlernst, ist da Potenzial vielleicht dahinter oder nicht.
00:31:48: Das sind so Sachen, die passieren heute einfach gar nicht mehr.
00:31:50: Hat aber auch ein bisschen gedauert.
00:31:52: Ich würde mal sagen, ich hatte so ein Jetlag von ein bis anderthalb Jahren, dass man da so ein bisschen ausbrechen muss.
00:31:59: Du hast damals schon richtig auch Klischees bedient, so dickes Auto, dicke
00:32:03: Uhr.
00:32:03: Ja.
00:32:04: Also das volle Programm, was man sich vorstellt.
00:32:07: Luxusreisen, mal eben hierhin
00:32:09: jetten.
00:32:10: Ja, wenn es ein gutes Jahr war, gab es für sie auch noch Luxusreise.
00:32:11: Für dich nicht.
00:32:13: Ja, für mich immer.
00:32:19: Ach so, na klar, natürlich.
00:32:20: Ja, doch, das Klischee wurde schon bedient.
00:32:26: Was hast du?
00:32:28: Nasendusche.
00:32:32: Ja, mache ich nachher.
00:32:33: Wahrscheinlich.
00:32:34: Mit Whisky.
00:32:35: Genau, einmal.
00:32:37: Den Jack Daniels.
00:32:38: Schön,
00:32:38: den Jack Daniels durch die Nase zu
00:32:39: ziehen.
00:32:39: Den Jacky einmal durchspülen.
00:32:41: Dann sind die Nebenhöhlen auch wieder frei.
00:32:43: Selbst die Ohren sind dicht.
00:32:45: Du kriegst keinen Krieg und Druckausgleichen.
00:32:46: Alles dicht.
00:32:47: Nur mit Nasenduschen
00:32:50: hin.
00:32:50: Dann ist alles wieder frei.
00:32:52: Kann mir mal jemand eben in die Nase pinkeln, bitte?
00:32:55: Ich bin raus.
00:32:57: Ja, ich hätte das sicher auch jetzt nicht gefragt.
00:33:00: Nicht für die Kamera alles.
00:33:01: Nein.
00:33:01: Das wollen
00:33:02: wir
00:33:03: alle.
00:33:04: Ich glaub mir.
00:33:05: Ich weiß
00:33:08: über Geld
00:33:09: sprich man nicht,
00:33:09: aber sagst du, was du im Monat so verdient hast?
00:33:13: Das ist schwierig.
00:33:14: Ich weiß gar nicht.
00:33:15: Ist das noch nachvollziehbar?
00:33:16: Können die mich noch rankriegen?
00:33:17: Ich weiß
00:33:18: es nicht.
00:33:19: Aber es war schon ein sehr gutes Geld.
00:33:21: Sehr, sehr gutes Geld.
00:33:22: Also ich sag mal, mein stärkster Monat, das war wirklich mit Abstand das stärkste, das verdient ein Deutscher wahrscheinlich in einem Jahr.
00:33:30: Durchschnittsdeutsche.
00:33:32: Ohne jetzt über Zahlen sprechen zu wollen.
00:33:34: Ja.
00:33:34: Das Geld
00:33:36: hast du durchgebracht oder?
00:33:37: Verfickt und verfeiert habe ich es.
00:33:38: Ist es weg?
00:33:40: Nein, nicht alles.
00:33:40: Ich konnte mir eine Rücklage, habe ich mir mit Ende dreißig geholt.
00:33:46: Das liegt.
00:33:48: Aber ich habe ganz viel rausgeknallt.
00:33:50: Also bin ich ganz ehrlich.
00:33:51: Das ist aber auch so der Lifestyle.
00:33:53: Also dieser eine starke Monat.
00:33:57: Was habe ich gemacht?
00:33:58: kaufe mir ein neues Auto, wo ich nochmal zwanzig oben drauflegen musste.
00:34:01: Also war ich eigentlich schon wieder zwanzig hinten.
00:34:03: Fasse ich mir heute ein Schädel.
00:34:05: Also ich glaube, wenn ich ein Drittel, ein Drittel von dem angelegt hätte, gut angelegt hätte, was ich verdient habe, müsste ich nicht mehr arbeiten.
00:34:10: So darfst du jetzt heute noch
00:34:13: arbeiten.
00:34:15: So darf ich heute noch arbeiten.
00:34:17: Und darauf habe ich gar keine Geschichten zu erzählen.
00:34:18: Weißt du, man muss das ja auch mal so sehen.
00:34:21: Aber das ist schon... Aber wer ist denn
00:34:23: ja mit Mittelfürze nicht arbeiten?
00:34:25: Also... Ich...
00:34:28: Ich bin zweitfünfzig und ich arbeite immer noch.
00:34:30: Siehst du selber mein Fehler?
00:34:30: Ich wollte
00:34:31: auch mit Mittevierzig schon arbeiten.
00:34:34: Die Kette ist zu kurz.
00:34:36: Ja, ich erhänge immer noch an Olivia's Tit.
00:34:41: Also das eine ist da, wo du mich gefreut hast, was ich heute anders sehe oder wie ich mich selber sehe vor einem Jahr.
00:34:46: Ich habe ein ganz ganz anderes Verhältnis wieder zu Geld.
00:34:50: Das muss ich auch sagen.
00:34:53: Das Geld, was ich heute habe, und das ist natürlich nicht annennend das, was ich früher hatte, weiß ich heute aber wesentlich mehr zu schätzen, als das, wie es damals war.
00:35:01: Klar, Geld verliert ja auch an Wert, ne?
00:35:04: Wenn du das einfach so immer vorhanden
00:35:06: hast.
00:35:06: Ja, genau.
00:35:07: Du verlierst auch die Relation dazu einfach ein bisschen.
00:35:09: Ja,
00:35:10: natürlich.
00:35:12: Also für mich ist das ja schon auch ganz klar.
00:35:16: Ausbeutung von Frauen.
00:35:18: Bin ich
00:35:19: sehr ehrlich,
00:35:20: ich finde
00:35:20: das ganz schwierig.
00:35:22: Das Thema
00:35:23: auch.
00:35:24: Und wie kannst du das heute mit Abstand betrachten?
00:35:28: Wie stehst du
00:35:29: dazu?
00:35:30: Natürlich ist es eine Form von Ausbeutung.
00:35:34: Aber ich glaube, diese Art von Ausbeutung findet auch in ganz anderen Bereichen statt.
00:35:40: Nur verkauft derjenige dann vielleicht in dem Moment nicht sein Körper.
00:35:44: Das ist wahrscheinlich der kleine oder feine Unterschied dabei.
00:35:47: Aber sicherlich spielt das mit.
00:35:49: Arbeitet
00:35:52: das in dir?
00:35:52: Machst du dir darüber Gedanken oder so?
00:35:56: Oder ist das irgendwie weggeschoben?
00:35:59: Ich glaube, das hast du gerade gut gesagt.
00:36:00: Ich glaube, ich schieb das weg.
00:36:03: Ich habe sicherlich schon viel reflektiert in den letzten Jahren.
00:36:06: Vielleicht will man sich darüber auch nicht selber reflektieren, weil man weiß nicht, was man da aufbricht oder auch nicht.
00:36:12: Aber das ist wahrscheinlich eher so ein Kästchen, was ich geschlossen halte.
00:36:15: Ja,
00:36:17: aber ich höre ja an deiner Antwort so einen.
00:36:21: Aber eine Beschäftigung mit dem Thema ist ja schon da und du siehst das.
00:36:25: Ja, na klar.
00:36:28: Also ich streiche das auch gar nicht, würde ich gar nicht von der Tafel streichen, das Thema.
00:36:31: Das ist, wie es ist.
00:36:34: Und diese beiden Bordelle kamen dann danach oder zeig gleich dazu?
00:36:38: Nee, die kamen danach.
00:36:39: Also ich war...
00:36:41: Waren das echte Bordelle oder waren das gewerbliche Zimmervermietungen?
00:36:43: Ja,
00:36:44: gewerbliche Zimmervermietungen.
00:36:45: Also das war ein Apartment.
00:36:48: Wo du dann der Mieter warst und das dann untervermietet hast?
00:36:51: Genau, so ungefähr.
00:36:52: Ne, genau so, ich hab ne Pacht gezahlt, ne?
00:36:55: Also ähnlich wie ein Friseur, dann seine Stühle vermietet.
00:36:59: Läuft das da dann auch?
00:37:01: Und warum bist du dann da raus als Zuhälter und wolltest das nicht mehr machen?
00:37:06: Gab's da irgendwie Schlüssemomente?
00:37:08: Ja, das gab's sicherlich, das war auch so ein schwammiges Ding, muss ich sagen.
00:37:15: Irgendwann hat mich der Lifestyle nicht mehr angeschockt.
00:37:19: Man ist natürlich immer abrufbar.
00:37:22: Es ist viel Nachtsarbeit dabei natürlich.
00:37:27: Und ich habe einfach kein Nerv mehr drauf gehabt, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:37:30: Es ist so, als wenn der Bäcker irgendwann sagt, ich habe keinen Bock mehr auf Brötchen backen und will auch nicht mehr um drei Uhr, dreißig aufstellen.
00:37:36: Ja, Digga, da musst du einen anderen Job machen.
00:37:37: Da musst du ins Büro gehen oder so.
00:37:39: Und man macht Nein to Five.
00:37:41: Und dazu kommt bei mir, ich habe jetzt fast ein zwanzigjährigen Sohn.
00:37:46: Und der hat mich dann mit vierzehn oder fünfzehnmal gefragt, wo mich dann wirklich mein Geld verdiene.
00:37:51: Und da kam ich so ein bisschen ins Überlegen, obwohl ich niemanden, obwohl ich damit nicht sagen möchte, dass du als Zuhälter ein schlechter Vater bist.
00:37:58: Ich habe einige bekannte Bereiche, die haben auch Kinder und das sind wundervolle Väter.
00:38:01: Das würde ich jetzt nie negativ darstellen wollen.
00:38:05: Aber das war bei mir heute schon ein Grund, wo ich mir so ein bisschen nachgedacht habe.
00:38:08: Und ich eh schon mit den Gedanken gespielt habe, auszusteigen.
00:38:12: Und dann habe ich gesagt, so, pass auf, dann mach es doch einfach.
00:38:16: Sind wir wieder bei dem Thema, probier's einfach.
00:38:19: Zurückgehen kann ich immer.
00:38:20: Aber
00:38:21: dem Zeitpunkt war wirklich dann
00:38:26: auch Schluss.
00:38:26: Ja, ich hab das alles ein bisschen vorbereitet.
00:38:28: Also jetzt von heute auf morgen zu sagen, nee, ich hab mir dann halt noch wieder einen neuen Job gesucht.
00:38:33: Und als ich den dann hatte, war es Schluss, ja.
00:38:36: In der Fitnessbranche.
00:38:37: In der Fitnessbranche.
00:38:39: Also bist
00:38:40: du doch so der Typ, der dann die Sicherheit auch braucht, jobbtechnisch
00:38:46: und... Ja, natürlich ist das mittlerweile angenehm zu wissen, was reinkommt.
00:38:53: Weil es ist ja nicht so, dass immer jeder Monat geil gewesen ist oder dass jedes Jahr geil gewesen ist.
00:38:58: Ich habe auch Wochen, Monate gehabt, die waren richtig scheiße.
00:39:01: Da müssen wir uns gar nicht drüber unterhalten.
00:39:02: Also, da gab es einige Monate von.
00:39:07: Und das ist natürlich beim festen Job, wenn du weißt, das kommt am Ende des Monats auf alle Fälle rein.
00:39:12: Und mein Vorteil ist jetzt durch die Kohlkeets-Touren oder auch die Türsterei, habe ich da immer noch so ein Bombon mit oben drauf.
00:39:18: Natürlich ist das angenehm.
00:39:19: Das gibt ja als Sicherheit.
00:39:22: Du weißt, was reinkommt, du weißt, was rausgeht.
00:39:26: Und du weißt, wo du welche Stellschrauben du benutzen musst, wenn irgendwas mal in eine andere Richtung nicht funktioniert.
00:39:32: Genau.
00:39:33: Und nicht, dir fällt alles sofort auf die Füße, weil
00:39:35: irgendwie
00:39:37: mal jetzt ein paar Tausende nicht reingekommen sind aus welchen Gründen auch immer.
00:39:43: Am gewissen Alter ist halt Sicherheit wichtig, also mir jedenfalls.
00:39:49: Es ist ja auch entspannter.
00:39:50: Natürlich.
00:39:51: Es ist ja auch entspannter.
00:39:52: Natürlich.
00:39:53: Du weißt, was du hast.
00:39:54: Du weißt, wo das Gehweg steuert.
00:39:57: Ich bin jetzt Opa und da habe ich jetzt auch meine Tochter.
00:40:02: Da habe ich losgeeist.
00:40:04: Die ist ja verheiratet seit letztem Jahr.
00:40:05: Jetzt bin ich Opa und jetzt ... weiß ich, dass ich meine Frau, mein Enkel hat, meine Tortas für sie selbst jetzt oder mit ihrem Mann natürlich nicht.
00:40:12: Familie, Familie, wollen wir nicht reden, aber das ist schon schön.
00:40:16: Du weißt, am Ende des Monats ist Bums und nicht Bums-Bumps oder Bumps-Bumps,
00:40:20: sondern
00:40:21: nur Bums und dann ist auch schön.
00:40:23: Und deswegen so, das ist halt so.
00:40:27: Die Edelman wird es so klarer mit der Blick irgendwann mal.
00:40:31: Ja, das ist auch so.
00:40:31: Das ist, glaube ich, auch ein... Prozess, dass du es im Alter vielleicht einfach ein bisschen gemütlicher haben willst.
00:40:38: Im Alter?
00:40:39: Ja, was halt?
00:40:40: Gut, ich bin ja... Wir beide sind auch keine Dreißig mehr.
00:40:49: Ja, ich weiß, darüber hatten wir schon gesprochen, dass ich hier der Alterspräsident bin.
00:40:54: Aber wir sind halt auch keine Dreißig mehr.
00:40:56: Nein, so als du bin ich.
00:40:57: Aber
00:40:57: weißt du, wenn du einen Leben wie Jan gehabt hast, ne?
00:41:00: Zwanzig Jahre Brotlicht.
00:41:02: dann ist das mehr Abnutzung im Leben, als zwanzig Jahre Büro, Büroonkel oder Tante zu sein.
00:41:10: So, und, dass man dann einen klareren Blick kriegt, weil man sowieso eine verschwornene Ruflicht hatte, und der Blick dann klar wird.
00:41:20: Und dann, wenn er sagt mit forty-fünf, ja, ich bin abgenutzt.
00:41:26: Ich fände, dass wenn er morgens auf die Führer sich nicht immer wie fünfundvierzig.
00:41:29: Mit Sicherheit nicht.
00:41:30: Mit Sicherheit ganz weit von weg.
00:41:32: Wie alt denn?
00:41:35: Wie du sagst, jetzt war er ein
00:41:36: Fünfzig?
00:41:37: Noch älter.
00:41:38: Noch älter.
00:41:38: Alter, das ist schon doch du.
00:41:41: Die Fassade brockelschen.
00:41:42: Du bist doch so ein Typ.
00:41:44: Ja, natürlich bin ich das.
00:41:46: Und was für einen?
00:41:46: Vor allem ist er mein Personal Trainer, der dumme Sack.
00:41:49: Ja, aber der dumme Sack hat gesagt...
00:41:52: Ja eben, das ist das Problem.
00:41:53: Ich habe Angst.
00:41:54: Jetzt
00:41:54: haben
00:41:55: wir schlechtes Wetter.
00:41:56: Jetzt haben wir schlechtes
00:41:58: Wetter.
00:41:58: Aber tatsächlich... Was hat denn
00:42:00: das Wetter mit dem Trainieren zu
00:42:01: tun?
00:42:01: Ja, ich muss da ja mal hinkommen.
00:42:02: Du bist doch hier gerade immer
00:42:03: so mehr erzählt, wie geil das mit deinem
00:42:06: Auto funktioniert.
00:42:07: Ja, ja, das funktioniert hervorragend.
00:42:08: Aber die anderen Verkehrsteilnehmer gehen auf den Sack.
00:42:10: Ach so.
00:42:11: Und ich komme ja extra wegen dir, wegen dem Podcast.
00:42:13: Nämlich den Wild nach St.
00:42:14: Pauli.
00:42:15: Aus dem hohen Norden von Hamburg komme ich hier runter.
00:42:18: Ich freu
00:42:18: dich noch an der Clitztour, bitte.
00:42:19: Wir haben das extra vorhanden.
00:42:21: Kannst du mal
00:42:22: aufhören, mir meine Story zu zetteln?
00:42:25: Före das nicht so gut gerade an?
00:42:28: Ja, ich habe eine Kids-Tour und ich freue mich sehr auf meine Gäste nachher.
00:42:32: Aber ja, natürlich bin ich ein faules Schwein.
00:42:36: Ja, ich bin einfach ein faules Schwein.
00:42:39: Ich bin ein faules Schwein und ich bin auch gerne mal bei Jan.
00:42:42: Aber innerhalb von einer Stunde hat er mich soweit, dass ich auch so im Stuhl sitze wie hier, dann habe ich Sternchen vor den Augen und es blitzt.
00:42:49: Mir wird schwindelig.
00:42:50: Was willst du da machen?
00:42:53: Er treibt mich mit so einem Kuhtreiber, treibt damit die Geräte rauf und runter.
00:43:00: Er wollte mich ja nicht trainieren, er sagte, ich trainiere mit dir.
00:43:03: Er trainiert mich nicht, er trainiert mit mir.
00:43:05: Wer es heißt, wir machen die gleichen Übungen.
00:43:06: Okay, andere Gewichte, andere Wiederholung.
00:43:09: Aber alleine das, guck dir mal den Adonis an und hier den kleinen Greml in mir, der hier rumsitzt.
00:43:14: Der kleine, dicke Onkel.
00:43:17: Ja, das ist ganz schön traurig.
00:43:18: Der
00:43:19: kleine Onkel ist gar nicht
00:43:20: so
00:43:20: dick.
00:43:20: Und du hast ja auch enorm viel abgenommen.
00:43:22: Ja,
00:43:22: das stimmt.
00:43:24: Du hast da ganz schön was runter.
00:43:25: Ja, danke, dass du das sagst.
00:43:27: Das muss man doch hier mal klar festhalten.
00:43:29: Durch
00:43:29: Sport
00:43:30: oder durch Hunger?
00:43:32: Ne, Ozentik.
00:43:34: Die Abnehmenspritze.
00:43:35: Schon mal davon gehört?
00:43:36: Nehmenspritze.
00:43:36: Hast du nicht davon gehört?
00:43:38: Ja, aber
00:43:38: eine Abnehmenspritze, echt so.
00:43:39: was hast du gemacht?
00:43:40: Nein.
00:43:41: Ich durfte sie nehmen, weil ich Diabetiker bin.
00:43:44: Ozentik, das, was sich die Schöne und die Reichen für viele Hunderte von Euros in die Figur donnen, wird mir per Rezept verschrieben gegen meine Diabetes.
00:43:53: Das ist aber praktisch.
00:43:55: Finde ich auch.
00:43:56: Die kostet keine Ahnung, vierhundert Euro im Monat, so ein Spritzsatz, und ich spritze drei
00:44:00: Monate für
00:44:03: bisschen plus Rezeptgebühren.
00:44:05: Und ich habe fünfzehn Kilo verloren.
00:44:07: Weil
00:44:08: der Wirkstoff, nur mal ganz kurz, habe ich
00:44:11: meine Schlauge
00:44:11: mehr, verringert die Darmentätigkeiten.
00:44:15: Das heißt, du hast länger ein sogenanntes Verlügen-Fühl.
00:44:18: Ich esse, ich bin satt und habe überhaupt nicht das Bedürfnis mehr.
00:44:21: jetzt noch links und rechts und links und rechts.
00:44:23: Früher habe ich gegessen und gedacht, geil, gibt es eine Tabe Schokolade und Tüte Chips und eine Haribo.
00:44:28: Auch ein Apfel ist auch gut wie in Gesundheit und dann ist auch der Cola unten drauf.
00:44:32: Und wenn ich jetzt esse, und bestes Beispiel, Wirakoli.
00:44:37: Ich liebe Wirakoli Spaghetti.
00:44:38: Wer nicht verdammt?
00:44:39: Ich?
00:44:40: Ja.
00:44:40: Großartig.
00:44:41: Großartig.
00:44:41: Ich
00:44:42: liebe sie.
00:44:42: Mamma, ma, Wirakoli.
00:44:44: So.
00:44:45: Ne.
00:44:46: Vier bis Fünfer Portion, ne?
00:44:48: Die habe ich alleine in einem Rutsch weggelutscht, das Ding, ne?
00:44:51: Habe ich mir geile Soße verlängert und ich habe nach halben Stunden habe ich Wirakoli gegessen, weil ich durch mit der Packung... Und denk, oh, jetzt war aber noch ein Pudding oder eine Schokolade.
00:45:01: Heute ess ich drei Tage von der gleichen Portion, ess ich drei Tagen.
00:45:04: Drei, oder drei Portionen.
00:45:05: Und würdest dir schlecht
00:45:07: da machen?
00:45:08: Nee, ich hab einfach satt.
00:45:09: Am Anfang war mir schlecht.
00:45:13: Jetzt bin ich satt und dann lass ich's
00:45:15: auf.
00:45:16: Es gibt Appunitionen mal aus, dann kommt da noch mal ein Akkritzmarkier irgendwann, aber erst eine halbe Stunde später oder so.
00:45:22: Und dann nicht gleich zwei Pakete?
00:45:23: Nein, und dann einfach nur drei, vier Stück oder so.
00:45:27: Tatsächlich auch einfach ein Apfel.
00:45:29: Statt natürlich der Harry-Bohr einfach einen grünen Apfel.
00:45:33: Ja, das Drosselt hat ein Hungergefühl.
00:45:35: Ja, ich habe keinen Appetit mehr.
00:45:36: Und dadurch habe ich innerhalb von einem Jahr über fünfzehn Kilo verloren.
00:45:41: Und dann natürlich Kultkitz-Touren.
00:45:44: Kultkitz-Touren laufen.
00:45:47: Freitag, Samstag, jeweils drei Touren bin ich mit zehn bis zwölf tausend Schritte pro Tag dabei.
00:45:53: So.
00:45:53: Aus
00:45:53: keinen Sport.
00:45:55: Doch.
00:45:56: Hier oben.
00:45:57: Die Disco-Muskeln müssen wieder aufgebaut werden.
00:46:00: Der Arsch ist super, ich hab ein Arsch, du bist wie ein Fünfzehnjähriger, du lädt mir ja so einen Knack-Arsch an, bitte.
00:46:05: Ja.
00:46:06: Oder wie ein Fünfzehnjähriger.
00:46:07: Bitte,
00:46:07: bitte.
00:46:10: Möchtest du anfassen?
00:46:12: Ach, komm, ich versuche es.
00:46:13: Komm her.
00:46:13: Ja.
00:46:15: Ja.
00:46:16: Ja, können wir machen.
00:46:16: Ja.
00:46:17: Und das nur
00:46:18: mit Kult-Gigs-Tour.
00:46:19: Toll.
00:46:20: Also meine lieben Gäste.
00:46:22: Und er sieht auch nur
00:46:23: so aus, weil er kommt nicht zu Hause.
00:46:24: Nur deswegen.
00:46:25: Ich mache nichts
00:46:26: anderes.
00:46:27: Aber zu passen.
00:46:28: Ja,
00:46:30: genau.
00:46:31: Ich sitze im Büro.
00:46:32: Aber wahrscheinlich trainierst du jeden Tag, oder?
00:46:36: Nein, ich trainiere gar nicht.
00:46:37: Drei mal die Woche.
00:46:37: Drei mal die Woche gehe ich noch.
00:46:38: Drei mal die Woche.
00:46:39: Und man sieht trotzdem so aus, ne?
00:46:41: Ja, sieht trotzdem so aus, ist gut.
00:46:44: Man muss erst mal dreimal die Woche trainieren.
00:46:46: Aha.
00:46:47: Siehst du und du sagst, ich bin faul.
00:46:48: Jetzt geht's los.
00:46:49: Ich
00:46:49: gehe aber
00:46:50: zweimal die Woche.
00:46:51: Ja, ist doch super.
00:46:52: Der durchschnittliche Gym-User geht eins Komma viermal die Woche.
00:46:56: Das ist aber trotzdem echt viel,
00:46:59: ne?
00:46:59: Ja, ich weiß ja, ich hab ja auch immer viel zu tun.
00:47:01: Ich arbeite ja zum Tag, sieben Tage die Woche.
00:47:05: Jetzt könnte man natürlich sagen, naja, du arbeitest ja auch im Fitnessstudio.
00:47:08: Aber ich trainiere nicht immer da, wo ich arbeite.
00:47:09: Also ich fahr dann auch noch ins
00:47:10: Gym.
00:47:11: Ach so,
00:47:11: du trainierst
00:47:12: gar nicht bei dir selber?
00:47:14: Doch, auch immer mal so gemischt, weil wenn du dann irgendwie so ein acht, acht, neun Stunden Tag im Studio hast, das ist wie... Also du quatschst
00:47:19: nicht die Gäste voll, oder?
00:47:21: Ja, also das hast du halt, das ist ja von den Gästen gar nicht böse geworden.
00:47:23: Aber du bist halt da ansprechpartner und dann quatscht schon mit den anderen auch.
00:47:30: Es ist wie, wenn du im Büro sitzt und bleibst noch mal zwei Stunden länger im Büro sitzen, weil du vielleicht ein Netflix-Film guckst.
00:47:36: Das machst du ja auch nicht.
00:47:36: Nee, ich mach das während der Arbeit.
00:47:42: Ja, siehst du, das ist ja was anderes.
00:47:43: Das unterschreibe ich.
00:47:45: Also auch ich hab den Weg in den Studio und ich bin immer, ich sag ja, hier nicht mal den Kunden unterhaltet.
00:47:50: Na ja, der Tag hat vierundzwanzig Stunden.
00:47:51: Wenn du sieben Stunden schläfst, dann sind wir jetzt bei Adam Riese ...
00:47:57: Was, jetzt?
00:47:58: Für siebzehn Stunden schläfst du, dann hast du immer noch acht Stunden, acht Stunden arbeitest du.
00:48:07: Neun.
00:48:08: Ja, dann hast du immer noch neun, genau.
00:48:12: Und ich bin nicht gut im Minusrechne, ich gucke nur noch fünfzehn Euro plus fünfzehn Euro.
00:48:16: Ja,
00:48:19: das
00:48:19: ist ja echt ... Ja, und ... Ich glaube, da kriegt man es immer noch mal hin, zweimal die Woche für ne Stunde.
00:48:28: Muss ja nicht ins Studio gehen, kannst ja auch draußen was
00:48:30: machen.
00:48:30: Ja,
00:48:31: steh mal, wie er
00:48:32: möchte.
00:48:32: Was ich überhaupt
00:48:33: nicht verstehen kann, ist dieses Joggen im Studio.
00:48:36: Ja.
00:48:37: Laufen
00:48:37: auf den Laufband.
00:48:38: Ja, mach ich auch ganz ungern.
00:48:40: Ja, ja, mach ich ganz ungern.
00:48:40: Dann geh ich doch raus.
00:48:41: Also ich kann eh nicht auf den...
00:48:43: draußen zu sein, in der Natur zu sein, sich da zu bewegen.
00:48:47: Also jetzt nicht bei dem Wetter, aber generell eigentlich schon.
00:48:50: Warum stelle ich mich dann auf so einen Laufgang?
00:48:54: Ich hasse
00:48:55: es.
00:48:57: Ich habe jetzt mein Ziel fürs Frühjahr, ich holme so ein Gravel-Bike.
00:49:01: Das ist so eine Mischung aus Mountainbike und Rennrad, glaube ich.
00:49:06: Nee, nix mit I. Muss schon strambeln.
00:49:08: Und da halt fürs Frühjahr, weil ich kann das auf dem ... Ich mach halt immer ein anderes Training für mein Kadeo, so ein bisschen Fangschul-Training, aber dieses Auf- und Cross-Trainer hab ich nach halbischnitten.
00:49:17: was zu stellen.
00:49:17: Nee, der krieg ich
00:49:18: immer.
00:49:18: Ja, ja.
00:49:20: Zehn Minuten Fahrradfahren mit der Pult-Star.
00:49:21: Ja, ja, genau.
00:49:22: Aber Puls-Training, da muss die Treppe mal rauf und runter.
00:49:25: Ja, das langt schon.
00:49:26: Da hab ich schon genug Pult-Star.
00:49:27: Da bist
00:49:28: du aufgewärmt.
00:49:29: Bin ich aufgewärmt.
00:49:30: Was
00:49:31: ich für mich entdeckt hab, ist ... Ich geh zweimal die Woche schwimmen.
00:49:35: Ja, Schwimmen
00:49:36: finde ich geil, aber ich finde Schwimmen sehr aufwendig.
00:49:40: Also mit dem umplünden und
00:49:42: Sachen packen und...
00:49:43: Ja, ich habe einen Pool bei mir im Gym.
00:49:44: deswegen, das macht es dann wieder einfacher.
00:49:47: Aber sonst... Ich
00:49:48: hab
00:49:48: bei mir Sauna,
00:49:50: aber da denke
00:49:51: ich schon immer so, oh nee, ich geh lieber, die Zeit hab ich gar nicht, ich geh lieber schon umgezogen dahin, hab nur meine Jacke über den Sportsamt, zieh die Jacke danach wieder drüber und dusch zu Hause und ja, so das totale Schmalprogramm.
00:50:00: Ja, sonst bist du ja drei, vier Stunden im Fitnessstudio.
00:50:03: Wenn du in die Sauna
00:50:09: gehst und schwöchst.
00:50:10: Ja, das stimmt.
00:50:11: Da hat kein Mensch.
00:50:12: Deswegen geht er
00:50:13: nicht.
00:50:14: Ja, genau.
00:50:14: Weil ich nicht zu viel Zeit habe.
00:50:16: Olivia, ich muss für Olivia laufen.
00:50:18: Ich habe keine Zeit.
00:50:19: Maluche,
00:50:20: maluche.
00:50:20: Aber ich werde das jetzt... Ab nächste Woche, nächste Woche bin ich.
00:50:26: Sobald das mit dem Schnee besser ist, werde ich ab nächste Woche und sobald ich hier oben, kopfmäßig gedacht bin.
00:50:32: Weil es bringt mir auch nichts, wenn ich so eine Kopfschmerzen habe und mich dann hinstellen und dann...
00:50:35: Wenn du total erkältet bist, solltest
00:50:37: du auch gar kein Sportmann ist.
00:50:38: Siehst du, ich soll auch gar nicht arbeiten, ne?
00:50:41: So, Feierabend.
00:50:42: Ja, obwohl man jetzt mal erkältet und bisschen differenzt.
00:50:46: Weil mir die Nase so ein bisschen leckt, ne?
00:50:48: Muss ich jetzt nicht mit dem Arsch zu Hause bleiben.
00:50:51: Ja, dann bin ich da ganz bei dir, dann sollte man das einmal ausgucken.
00:50:54: Einmal... Hallo?
00:50:58: Das hat aber nichts mit der Erkältung zu tun, sondern mit dem Alter.
00:51:03: Sag mal,
00:51:05: sag mal.
00:51:06: Kriegen wir jetzt über mein Lackverhältnis?
00:51:08: Wir reden über Lase.
00:51:10: Mein Lackverhalten?
00:51:12: Ja,
00:51:13: auch gestört.
00:51:15: Ja, ja.
00:51:16: Über das Läden, wunderbar, ab zum Sport.
00:51:18: Wieder zurück
00:51:19: zum Sport?
00:51:20: Ja.
00:51:22: Was ist denn das hier für ein komischer Podcast?
00:51:23: Ganz komischer Podcast.
00:51:25: Du musst halt du machen.
00:51:26: Ja, ja.
00:51:27: Ich gefällt, mir gefällt es schon ganz schön hier.
00:51:30: Ich bin zufrieden.
00:51:31: Oder?
00:51:31: Ich bin zufrieden.
00:51:35: Ich bin zufrieden.
00:51:38: Doch,
00:51:40: ab sofort werde ich das veranlassen, dass wir nur noch hier unseren Podcast stattfinden lassen, in diesen gemütlichen Sesseln, wo schon Dominika die Freier bedient hat.
00:51:49: So alt sind die Sesseln.
00:51:52: Ja.
00:51:52: Geh da mal mit dem Schwarzsicht rüber.
00:51:54: Das sieht aus wie eine Gemälde von von von von.
00:51:57: wie heißt denn der hier?
00:51:58: Der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der
00:52:04: der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der
00:52:07: der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der der.
00:52:21: Ja, schön.
00:52:22: Und wenn es jetzt anfängt zu krippeln bei dir?
00:52:24: Jetzt will
00:52:24: ich doch lieber auf den Leder.
00:52:25: Ja, ist jetzt egal.
00:52:28: Ja,
00:52:29: Lack und Leder, das ist okay.
00:52:30: Also du bist jetzt häufiger dabei, Fabi.
00:52:32: Ich werde jetzt häufiger dabei sein.
00:52:33: Hoff ich.
00:52:34: Du störst
00:52:34: mich jetzt häufiger.
00:52:35: Ich werde dich nur noch stören.
00:52:36: Das ist schön.
00:52:39: Also vielleicht.
00:52:39: Wir lassen es mal offen.
00:52:41: Ja.
00:52:42: Aber ja.
00:52:44: Bitte.
00:52:45: Ich
00:52:45: möchte eine Sache noch klären.
00:52:46: Du hast, wenn du mich erzählt, ihr seid beide bei den Bambis.
00:52:50: Und das ist mir jetzt schon häufiger begegnet auf dem Kiez, diese Bambis.
00:52:55: Das sind alles zarte Rehleine.
00:52:56: Ja, genau.
00:52:58: Diese
00:52:58: zarten Rehleine.
00:52:59: Aber vielleicht interessiert den Hörer das ja auch.
00:53:02: Was
00:53:03: ist das?
00:53:04: Bambis.
00:53:05: Das kann Fabi, glaube ich.
00:53:06: Ja,
00:53:06: ich sage mal so.
00:53:07: Die Bambis gibt es jetzt seit fünf Jahren.
00:53:10: Und die Bambis sind alles Türsteher, unseren Pauli.
00:53:15: Entweder noch aktiv oder inaktive Tür stört, die auch so ein paar Leute gearbeitet haben.
00:53:18: Wir haben ein bisschen Rotlicht dabei, wie Jan oder zwei, drei andere Jungs.
00:53:22: Es ist einfach eine Gemeinschaft von jungen Männern, die die gleichen Werte haben.
00:53:30: Und einfach, ja, wir können sonst auch eine Kegelgruppe
00:53:33: werden.
00:53:33: Ja, ein schöner Freundeskreis.
00:53:35: Wir sind ein Gefreundeskreis mit den gleichen Werten.
00:53:40: Und das darf man auf gar keinen Fall jetzt in irgendeine Richtung politisch betrachten.
00:53:45: Werte bedeuten für uns Freundschaft, Ehrlichkeit, Loyalität.
00:53:50: Alle, die dem Kiez verbunden durch ihre Arbeit, also die alten Werte hier.
00:53:57: Und wir treffen uns regelmäßig zum Schabanag machen im inneren Kreis, bedeutet wir gehen zusammen essen, wir gehen mal bowling, wir gehen mal dies, wir machen das.
00:54:07: Alle sind Familienväter, alle sind schon einige Großväter, haben wir dabei, so wie mich.
00:54:12: Das ist halt, wie ein Kegelverein, nur, dass es halt alle das ehemalige oder aktive Türsteher sind.
00:54:18: So.
00:54:19: Und der Name Bambi kam halt aus einer, ich sag mal, Whiskey-Laune heraus.
00:54:25: Weil ihr so...
00:54:26: Weil wir alle... Weil wir alle unschuldig sind.
00:54:31: Ja.
00:54:31: Ah, oder so behaart.
00:54:34: Ja,
00:54:35: beides ist richtig.
00:54:37: Ja, was mich dann zu dem Bereich Höse bringen würde, einer unserer Bambis, der würde dir gefallen und zu süßer beharrter kleiner Schnuckelpozi.
00:54:49: Ich
00:54:51: weiß
00:54:52: ja, ich
00:54:53: möchte den.
00:54:54: Auf jeden Fall.
00:54:54: Doch, der ist ein Kennenlärmer wert.
00:54:57: Ja, auf alle Fälle.
00:55:00: Der hat so eine Plauze, aber nur weil sein Herz so groß ist und dass er sonst nicht gesagt Bauch passen würde.
00:55:04: Also, ein Hüse ist schon wirklich witzig.
00:55:06: Ja, ein wirklich feiner Kerl.
00:55:09: Ja, ich...
00:55:13: Ja.
00:55:14: Du kannst ja mal ein Podcast mit den Bambis machen.
00:55:16: Ja, mit allen, genau.
00:55:18: Wie viele Bambis hättest du denn gerne?
00:55:20: Also, Zweiundzwanzig gibt es von uns.
00:55:22: Ja, ne.
00:55:23: Das ist eine schöne Gruppentherapie.
00:55:25: Ja.
00:55:25: Genau, das ist das Problem.
00:55:27: Aber die Einzige...
00:55:28: Da ist ja die nächste selber.
00:55:31: Wie kommt da nicht ungebeschadet aus der Nummer raus?
00:55:33: Ich weiß nicht.
00:55:34: Ich kann aber
00:55:35: wirklich
00:55:40: gut auf
00:55:41: Durchzug schalten.
00:55:43: Das müsstest du auch.
00:55:44: Das ist total unspektakulär, die Bambis.
00:55:47: Das Witzige ist halt das Logo, das ist halt ein Bambi-Kopf mit einer Zigarre drin, Goldzahn.
00:55:54: Das ist einfach, das haben wir erst in der Veski-Laune heraus.
00:55:59: Wir haben uns immer getroffen und gesagt, geben wir den Kitten Namen.
00:56:02: Auch wir sind alles Bambis, wir sind auch im Wachstum, wir sind alle unschuldig.
00:56:05: Und damit waren die Bambi Boys Hamburg.
00:56:06: Das ist ja so.
00:56:08: Okay, also
00:56:08: es ist kein Rocker-Club
00:56:11: oder so.
00:56:12: Nein, ganz.
00:56:12: Die werden mal
00:56:13: zusammenfeiern.
00:56:14: Ganz genau.
00:56:15: Das sieht ja auch gut aus.
00:56:16: Wenn's ist, sagen wir mal, das kriegen wir ja nicht zusammen.
00:56:18: Aber so, fünfzehn, siebzehn Jungs, weißt du, so wie Jan und ich, alle mit dem gleichen Hoodie mit dem Bambi-Kopf drauf.
00:56:24: Weißt du, da steht der Bambi-Boys drauf.
00:56:26: Und wir sitzen in einem Restaurant mit fünfzehn Bambis.
00:56:29: Da kommen die Leute vorbei, sehen nur den Bambi auf dem Rücken und gucken dann in die anderen Gesichter und sagen ... Alter, was stimmt mit euch nicht?
00:56:36: Was stimmt denn mit euch überhaupt nicht?
00:56:40: Mit uns stimmt alles.
00:56:43: Die Welt.
00:56:43: Die Welt,
00:56:43: die Welt drüber rumsteckt.
00:56:44: Genau.
00:56:47: Wir
00:56:48: sind auch keine Verschwörungstil.
00:56:49: Hast du mal einen Angegut gesehen?
00:56:50: Ja, ja, liegt am Auto.
00:56:52: Atet aus, ist atet komplett aus.
00:56:56: Gut.
00:56:57: Ihr seht euch dann ja aber schon relativ häufig, ne?
00:57:01: Ja, natürlich.
00:57:01: Richtig dicke Baggies,
00:57:03: ja?
00:57:04: Ja.
00:57:04: Ja, definitiv.
00:57:05: Und zwar so dicke Bandbis oder Badis, dass man sich auch nicht jeden Tag auf den Sack gehen muss und anruft, wie geht's dir, was machst du?
00:57:12: Sondern man spricht, wenn man was hat, dann weißt du, du kannst.
00:57:16: Du kannst jederzeit, wenn es brennt, kannst du jederzeit.
00:57:21: Und wenn nichts brennt, dann ist auch mal gut.
00:57:23: Wir haben ja unser aller Leben, wir haben alle Familie und so weiter.
00:57:26: Die Zeiten, dass du jeden Tag da dreimal deinen Freund anrufst und fragst, dicke, was machst du?
00:57:31: Hast du Bock?
00:57:32: Das ist ja nicht mehr.
00:57:34: Aber es ist auch schön, wenn man sich eine Woche nicht hört und man sieht sich und man fängt das Gespräch da wieder an, wo es vor einer Woche aufgehört hat.
00:57:42: Ohne, dass du das Gefühl hast, dass das in sieben Tagen
00:57:44: dazwischen.
00:57:44: Genau.
00:57:45: Das ist was.
00:57:45: Also, als wenn man sich gestern gesehen hätte.
00:57:47: Ja,
00:57:47: genau.
00:57:48: So.
00:57:49: So, und wir sehen uns natürlich durch die Kult-Kiez-Touren und Tier das Ganze miteinander.
00:57:52: Also eigentlich immer mit Kiez verbunden, ja?
00:57:56: Nein, oder auch nicht Sport oder wir gehen essen oder sein Hund.
00:57:59: Oh, er hat sich einen Havel gekauft.
00:58:03: Ein Mutscho.
00:58:05: Ein was?
00:58:06: Ein Mutscho.
00:58:07: Das ist der
00:58:07: Name.
00:58:07: Das ist der englische Bulldog.
00:58:09: Das hat uns letztes Jahr auch bein das Genick gebrochen.
00:58:13: Jan und mir
00:58:13: einmal.
00:58:15: Der Tod von...
00:58:16: Bombe.
00:58:17: Bombe.
00:58:17: Und der Tod von Kalle.
00:58:19: Und auch, glaube ich, innerhalb von sechs Wochen.
00:58:21: Ja, über sechs Wochen Unterschied.
00:58:23: Und da kann ich auch für Jan sprechen, auch für mich.
00:58:27: Also ich persönlich habe noch nie... ... in meinem Leben einen schlimmeren Verlust erleben müssen ... ... für den Tod meines Hundes.
00:58:33: Ja,
00:58:34: unterschreibe ich.
00:58:34: Das
00:58:35: war der schlimmste Verlust, mein ... ... und ich habe viele Verluste.
00:58:38: Ich habe Familie verloren, ich habe Freunde verloren.
00:58:40: Das ... ... war der schlimmste Verlust.
00:58:42: Und das unterschreibe ich ...
00:58:43: ... zu meines Lebens.
00:58:44: War auch mein erster eigener Hund?
00:58:46: Meiner auch.
00:58:47: Also richtig eigener.
00:58:48: Ja, genau.
00:58:48: Ja, genau.
00:58:49: Ja, sonst hatten wir einen Weiber.
00:58:50: Weil
00:58:50: wir hatten welche bei mir dann.
00:58:51: Ja, ja, ja, ja.
00:58:53: Und das war also mein erster eigener Hund ... ... und wie mich das aus der Bahn geworfen hat.
00:58:58: Bei mir, da kann man nicht von leicht oder leichter sprechen, war es zwar absehbar, weil der Hund sehr krank war, bei dir kam das ja relativ plötzlich.
00:59:05: Ja, von einem Tag aus eine Sekunde auf die nächste.
00:59:07: Obwohl, also man hat sich damit eigentlich schon abgefunden, aber trotzdem was wie ein, das Außenlebenreis, also vier, sechs Wochen Tunnel, ist mir auch noch nie passiert.
00:59:18: Ja, ist ja ein wirklich ständiger Begleiter, ne?
00:59:20: Ja, weil der im Alltag
00:59:21: immer da ist.
00:59:22: Ja, der ist ja noch viel mehr da als eigentlich ein Kind.
00:59:24: Ja, ja.
00:59:26: Über
00:59:28: den Verlust eines Kindes möchte ich
00:59:29: überhaupt nicht.
00:59:33: Aber es ist ja schon so, dass das ein Geschöpf ist, was immer bei dir
00:59:38: ist.
00:59:38: So ein Familienmitglied, ne?
00:59:40: Ich habe ihn mit acht oder neun Wochen auf den Arm genommen.
00:59:43: Er hat sich an mich gekuschelt.
00:59:45: Er lag auf meiner Brust und damit was meiner.
00:59:47: Und über die Regenbogenbrücke ist er gegangen mit seinem Kopf in meinen... seinem dicken Kopf in meinen Händen auf meinem Knöchel ist da weggegangen.
00:59:57: Nicht dran denken jetzt, ja.
01:00:00: Möchtest du einen Schluck trinken?
01:00:01: Ja.
01:00:01: Trinken was?
01:00:03: Ja, das ist das.
01:00:07: Aber auf der anderen Seite wird auch schön.
01:00:09: Schön, das erlebt zu haben.
01:00:12: Man geht immer stärker raus aus so einer Situation, ne?
01:00:15: Weiß ich nicht.
01:00:16: Ich hab keine Ahnung.
01:00:18: Wer, ich bin ja... auch schon wieder am überlegen, was sich um den neuen Hund und so weiter.
01:00:27: Ja, dieses Gefühl möchte ich natürlich nie wieder haben.
01:00:30: Aber die Zeit, die davor war, die ist unter zehn Jahre alt geworden hätte ich, das ist natürlich für so einen riesen Hund auch eine gute Zeit.
01:00:37: Aber im Moment habe ich gar keine Zeit.
01:00:40: Und es geht auch gar nicht um mich, sondern es geht um dich.
01:00:43: Und deswegen möchte ich jetzt auch gerne das Wort wieder an Jan weitergehen.
01:00:46: Ja, gerade.
01:00:48: Auf
01:00:48: alle Fälle haben wir, habe ich mir ein Mutschur geholt.
01:00:51: Und den hat Fabi auch schon kennengelernt.
01:00:53: Oh, ein Herzenhund.
01:00:54: Ja, ein geiler Hund.
01:00:55: Okay,
01:00:56: und wie lebt Jan heute?
01:00:59: viel Arbeit?
01:01:01: Ja, doch sehr viel Arbeit.
01:01:03: Also ich habe so in der Regel meine Minimum sechs Tage Woche, wenn nicht sogar sieben Tage Woche.
01:01:08: Ich bin meistens so vom Montag bis Freitag im Studio.
01:01:13: Freitags mache ich meistens noch eine Tür und samstens das habe ich meine Kult-Kids-Tour.
01:01:18: Und ich bin gerade dabei ein eigenes Klamotten-Lebel ins Leben zu rufen, das Ende Januar online geht.
01:01:25: Ein
01:01:26: Klamottenlabel, wie bist du denn jetzt da auch noch drauf gekommen?
01:01:29: Ja, auch das ist ähnlich wie es bei den Bambis war, aus einer Bierlaune.
01:01:35: Das sind immer die besten Ideen.
01:01:37: Ich saß mit einem Kumpel zusammen und wir haben gequatscht, wollen wir nicht mal was machen?
01:01:40: oder lassen wir mal was machen?
01:01:41: Eigentlich müsstest du doch von du als Typ, du kannst dich ja vermarkten, du kannst ja ein bisschen sabbeln.
01:01:46: Und so ist dann die Idee von Bad Boy Additude entstanden und dann wurde ein Logo entworfen.
01:01:52: Und jetzt wird es ab Ende Januar, wenn alles gerade läuft, das über den Respekt Hamburg Shop erhältlich sein.
01:02:00: Okay, und was genau?
01:02:04: Was
01:02:04: kriegt man danach?
01:02:05: Wir starten ganz entspannt mit Hoodies und Jogginghose T-Shirt und dann gucken wir, wie es anläuft und dann nach oben.
01:02:13: Ich finde, er erzählt die ganze Zeit, ja, hier mit Mittevierzig will man ja auch mal zur Ruhe kommen und so.
01:02:19: Aber, ja, dann gehe ich sechs Tage Woche hier arbeiten und ein Sohn hast
01:02:23: du auch
01:02:25: noch erwähnt?
01:02:25: Ja.
01:02:25: Wie alt jetzt
01:02:26: ist?
01:02:26: Der wird morgen zwanzig.
01:02:27: Scheiße, die waren dann schon zwanzig?
01:02:30: Ja,
01:02:30: ja, zwanzig Jahre.
01:02:31: Alter.
01:02:34: Das ist mein absolutes Herzstück.
01:02:38: Ich bin seit dreizehn Jahren von der Frau getrennt.
01:02:42: Ich war ja mal verheiratet.
01:02:44: davor von meiner Milieuzeit.
01:02:46: Und ich habe eine ganz, ganz enge Verbindung.
01:02:48: Unsere gemeinsame Leidenschaft ist American Football.
01:02:51: Er hat ganz, ganz lange selber gespielt, setzt jetzt dieses Jahr aus wie ein Studium.
01:02:55: Ja, für den habe ich auch noch Zeit, aber der hat ja mit zwanzig nicht mehr so viel Zeit für mich, was auch gar nicht böse gemeint ist.
01:03:01: Ich wollte mit zwanzig auch nicht so viel Zeit mit meinen Eltern verbringen.
01:03:05: Das kam dann so mit Mitte zwanzig wieder.
01:03:09: Auf die Zeit.
01:03:10: Passiert bei
01:03:10: ihm auch.
01:03:12: Kannst
01:03:12: du das ganz sicher sein?
01:03:13: Du
01:03:13: musst noch gute
01:03:14: Urlaube machen.
01:03:15: Ja,
01:03:15: genau.
01:03:16: Meine Tochter ist zu viel.
01:03:18: Sie war auch immer mal weg.
01:03:20: Aber sie wusste, das ist mein Hafen.
01:03:21: Da kann ich jederzeit zurück.
01:03:23: Und immer, wenn du den Leuchtturm anlässt.
01:03:25: Also, weißt du, was ich meine?
01:03:28: Die kommen immer zurück.
01:03:29: Kinder kommen immer zurück.
01:03:32: Wenn das Verhältnis passt.
01:03:33: Ich
01:03:33: wollte gerade
01:03:33: sagen, wenn du es richtig gemacht
01:03:35: hast.
01:03:35: Wenn du es richtig gemacht hast, kommen die Kinder immer zurück.
01:03:37: Ja,
01:03:38: da bin ich ganz dankbar für
01:03:38: dich.
01:03:39: Da bin ich ganz sicher, dass du alles richtig gemacht
01:03:40: hast.
01:03:40: Ja, da bin ich.
01:03:41: Also nicht alles, aber vieles, glaube ich.
01:03:44: Und da bin ich auch wirklich dankbar für, dass ich den hab und dass ich so eine Mega-Beziehung zu meinem Kind habe.
01:03:48: Ja, Kind, Arbeiten und ein bisschen
01:03:53: Ruhe.
01:03:53: Hin und wieder.
01:03:55: Was machst du dann?
01:03:56: Wenn du nur mal Zeit für
01:04:00: dich hast.
01:04:00: Boah, mein Sport mach ich meistens unter der Woche.
01:04:03: Und dann ist, wenn ich dann wirklich mal einen Tag Ruhe hab, dann ist auch einfach nur mal Couch angesagt.
01:04:08: Dann steh ich auch nur auf, wenn ich auf Toilette muss und unterholt muss raus.
01:04:12: Und ansonsten pimmel ich mir so richtig einen
01:04:14: ab.
01:04:14: Das neue Verb Netflixen.
01:04:16: Netflixen,
01:04:17: ja, oder genau, oder was auch immer, die ganzen Streaming-Geschichten.
01:04:21: Ja, oder guck halt unheimlich viel American Football, dann kann ich... Mich hinlegen, den ganzen Sonntag nur den Kram reinziehen.
01:04:29: Oder ich lese ein Buch.
01:04:31: Oder ich lese ein Buch.
01:04:37: Natürlich kann er lesen.
01:04:38: Ich lese gerade You Can't Heard Me von diesem Navy Seal.
01:04:41: Dann geht so ein bisschen um Mindset und so ein ganz geiles Buch.
01:04:44: Ich weiß das leider nicht, wie der Autor heißt.
01:04:48: Auch das mache ich.
01:04:49: Aber nicht so viel.
01:04:51: Gleich
01:04:53: mal wieder einschränken.
01:04:54: Ja, ich muss ja mal ein bisschen, da muss ich das Klischee an der Donau bedienen.
01:04:57: Aber
01:04:59: bist du auch mal auf dem Kiez privat?
01:05:01: Seid ihr beide
01:05:02: privat hier mal unterwegs?
01:05:04: Nein, ganz selten.
01:05:05: Also wenn wir uns mit den Bambis treffen.
01:05:07: Ja,
01:05:07: klar, dann ja.
01:05:08: Aber das ist ja auch nur semi-privat.
01:05:11: Semi-privat, also ich mach vielleicht mal dann nach, weil ich hab da meine Touren immer bis viertel nach elf.
01:05:16: Ich stelle mich vielleicht nochmal kurz an die Bar bei uns und quatsch nochmal ein Stündchen und dann bin ich auch
01:05:22: weg.
01:05:23: Ich mach das gar nicht.
01:05:25: Ich, naja, oft durchkriebe aber im Privat.
01:05:28: Das ist bei mir halt, dass ich hier auf St.
01:05:30: Pauli kein Privatleben habe mehr.
01:05:33: Ja, aber nicht nur, wir hatten ja auch einen Drehen-Eckern-Fürde, selbst da wird er angequatscht.
01:05:37: Also, das ist nochmal eine ganz
01:05:39: andere Parte.
01:05:40: Ja, aber das ist auch nicht jetzt das Thema, aber ich liebe St.
01:05:44: Pauli, es ist mein... Ich liebe es, den Kids so, wie er ist, als zu arbeiten, zu arbeiten.
01:05:50: Ich kann mir kein schönerer Arbeitsumfeld auf die Kult-Kids tun, bei Olivia und so weiter.
01:05:55: Ist für mich das Schönste, das Beste, was mir den letzten beste Arbeitgeberin ever.
01:06:00: Brauchen wir gar nicht darüber reden.
01:06:03: Aber privat habe ich mich aus kompletter Feiersthene zurückgezogen.
01:06:09: Ja, das habe ich auch.
01:06:10: Also wenn ich mich treffe zum Feiern, zum Trinken mit den Bambis, freunde Familie, Und nicht öffentlich.
01:06:18: Das verändert sich tatsächlich im Alter.
01:06:21: Ich finde, dass man bestimmte Dinge nicht mehr braucht.
01:06:25: Hat man alles
01:06:26: wirklich
01:06:27: hoch und
01:06:28: runter
01:06:28: gemacht?
01:06:29: Ich bin noch mal froh, wenn ich keine... Ich liebe meinen Job im Studio.
01:06:32: Ich habe da unheimlich viele Menschen um mich herum.
01:06:34: Das macht mir alles Spaß.
01:06:35: Bei den Kids-Touren, an der Tür.
01:06:37: Aber ich bin dann auch mal froh, wegen Tag zu Hause sitzen.
01:06:39: Und keine Menschen.
01:06:40: Und
01:06:40: ich habe kein um mich herum.
01:06:42: Ich müsste jetzt hier auch nicht irgendwie tanzen gehen oder so mit...
01:06:46: Ja, der Tänzer waren wir beide, glaube ich, nie.
01:06:48: Wir waren eher so der Ficker.
01:06:49: Ja, ein Lachkott
01:06:54: oder einfach in den Club gehen und irgendwie Musik und trinken, bräuchte ich nicht.
01:06:59: Also, bräuchte ich nicht.
01:07:00: Kannst du dir nicht unterhalten?
01:07:01: Kannst du dir auch im Club nicht unterhalten?
01:07:02: Ne, was soll ich
01:07:03: da?
01:07:03: Dann musst du dir gehen, soll ich dir ins Ohr schreien.
01:07:05: Ah, und dann treffe ich solche Leute wie ich vor dreißig Jahren oder fünfundzwanzig.
01:07:08: Ja.
01:07:09: Und nee, solche Menschen will ich nicht treffen.
01:07:12: Ich will mich nicht vor fünf und zwanzig Jahren treffen.
01:07:14: Zurück in die Zukunft ist nichts für mich.
01:07:16: Ich möchte mich nicht vor fünf und zwanzig Jahren wiedersehen.
01:07:18: Würde ich mir die Fresse hauen, weil ich jetzt ein Idiot war.
01:07:22: Ich ja.
01:07:23: Ich nicht.
01:07:25: Kommt auf einen, wenn du fragst.
01:07:29: Okay, wir lassen das jetzt hier.
01:07:32: Ganz tolles Ende.
01:07:33: Ich freu mich.
01:07:34: Ja, du hast
01:07:35: das Ganze
01:07:35: eigentlich, Fabi.
01:07:37: Perfekt.
01:07:38: Ich danke
01:07:39: dir sehr, ich danke euch natürlich sehr, aber Fabi muss dir auch danken.
01:07:42: Ich danke dir, Jan.
01:07:43: Ich danke euch, dass ich hier sein durfte.
01:07:45: Ja, ich bin jetzt
01:07:46: hier
01:07:47: zwei Host.
01:07:47: Ich glaube nicht, dass sie noch mal wieder kommt.
01:07:51: Ich schlafe meine
01:07:53: Nacht drüber.
01:07:53: Mit ihr?
01:07:55: Was hat sie jetzt gesagt?
01:07:56: Sie schläft meiner Nacht drüber.
01:07:58: Mit dir?
01:07:59: Nein.
01:08:00: Was meinst du denn jetzt?
01:08:02: Du noch mal wiederkommen darfst.
01:08:03: Ich
01:08:03: werde mal eine Nacht drüber schlafen.
01:08:06: Hat sie jetzt gesagt, über Nacht drüber schlafen, komm da, ich bin raus.
01:08:10: Okay,
01:08:11: wir sind alle raus?
01:08:12: Wir danken
01:08:12: dir sehr schön, dass du
01:08:14: da warst.
01:08:14: Danke euch.
01:08:15: Alles Liebe.
01:08:15: Das war mir eine Freude, Jo.
01:08:18: Danke.
01:08:19: Wir bedanken uns für die Unterstützung von kulkietsturen.de.
01:08:23: Seit zwanzig Jahren Deutschlands bekannteste Anbieter von St.
01:08:25: Pauli Führung.
01:08:26: mit einer bunten Vielfalt außergewöhnlicher Guides von der anerkannten St.
01:08:30: Pauli Historikerin über Promis aus der Olivia Jones Familie bis zur engagierten Sexworkerin.
01:08:36: Viele der Guides waren auch schon bei uns im Kiezmenschen Podcast zu Gast.
01:08:39: Ein Best of gibt's auf kultkieztonen.de slash Kiezmenschen.
01:08:43: Wenn ihr Lust habt, schaut doch mal bei Insta nach Kiezmenschen.